USV-Systeme Wie USV-Systeme als Frequenzumwandler für eine universelle Eingangsfrequenz sorgen
Wenn eine Maschine für Deutschland entwickelt wurde, im Ausland aber mit anderen Netzspannungen oder Frequenzen umgehen muss, hat der Hersteller zwei Möglichkeiten: eine Export-Version entwickeln oder mittels einer vorgeschalteten unterbrechungsfreien Stromversorgung für die Anpassung sorgen.
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Im Verbundnetz der westeuropäischen Länder herrscht Einigkeit. Die Netzfrequenz beträgt 50 Hertz, Abweichungen sind nur in sehr geringem Maß zugelassen. Bei etwa 0,05 Hertz Differenz springt die Primärregelung ein. Die Europa-Norm DIN EN 50160 beschreibt “Merkmale der Spannung in öffentlichen Energieversorgungsnetzen” wie die Netzfrequenz sowie langsame und schnelle Spannungsänderungen.
Doch schon bei den Nachbarn zur Rechten ist die zugelassene Abweichung weit höher. Das osteuropäische Verbundnetz toleriert Abweichungen von bis zu einem Hertz. Und betrachtet man das außerkontinentale Umfeld, sehen die Versorgungswerte völlig anders aus. Die USA und Japan als prominente Beispiele nutzen 60 Hertz und völlig unterschiedliche Spannungen, in Kuba arbeitet man mit 110 Volt, in Mexiko und Marokko sind es 127 Volt.
Das mag den urlaubsreisenden Mitteleuropäer nur marginal stören, für einen deutschen Maschinenbauer sind solche Gegebenheiten ein massives Exporthindernis. Mit der falschen Netzspannung lässt sich keine Maschine kompatibel betreiben. Antriebe laufen bei 60 Hertz schneller, Transformatoren und Netzteile sind unter Umständen falsch dimensioniert, Sollwertgeber takten falsch und liefern zu hohe Werte.
Abweichende Netzspannungen erforderten bis jetzt eigene Export-Variante der Anlage
Ignorieren ist also keine Alternative. Für viele Hersteller bot sich nur die Option, eine auf das entsprechende Landesnetz zugeschnittene Export-Variante der Maschinen zu entwickeln und zu produzieren. Das verursacht natürlich zusätzlichen Aufwand, erschwert die Lagerhaltung und sorgt für komplexere Serviceabläufe, weil mehr Komponenten benötigt werden. Man muss noch nicht einmal so weit in die Ferne schweifen, um ungewöhnliche Spannungs- und Frequenzwerte zu finden: Eisenbahnnetze arbeiten mit 16,7 oder 22 Hertz, auch diese Frequenzen wollen bereit gestellt sein.
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