Mechatronik

Wie sich Motion-Anwendungen auch ohne Programmiererfahrung schnell realisieren lassen

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Wo ist die Schnittstelle?

Dabei fragt sich der Anwender natürlich: Was muss ich im übergeordneten System programmieren, in unserem Fall im Labview-Anwendungsprogramm? Welche Aufgaben kann ich an untergeordnete Einheiten delegieren, z.B. Epos? Welche Möglichkeiten habe ich, das System auch physikalisch zu strukturieren und überschaubar zu halten? Welche „intelligenten“ Module kann ich einsetzen, um Funktionalität zu delegieren? Kann ich das Systemverhalten im Voraus simulieren?

Maxon Motor und National Instruments haben hier Lösungsansätze entwickelt. Für den physikalischen Bereich stellt Maxon Motor alle Produkte, während der Bereich Logik von National Instruments gestellt wird. Möglich macht diese Zusammenarbeit in der Mechanik, Elektronik und Informatik durch die Integration an den Schnittstellen zwischen Elektronik und Informatik.

Positioniersteuerung über CANopen-Schnittstelle ansteuern

Einen Schwerpunkt bilden dezentrale Systeme auf der Basis der Positioniersteuerung Epos, die von der grafischen Entwicklungsumgebung Labview über eine genormte CANopen-Schnittstelle angesteuert werden. Eine kostenfreie Kommunikationsbibliothek von maxon für die Programmierung der CAN Schnittstellenkarten von National Instruments (industrietaugliche PXI-CAN-Karte, PCI-CAN-Karte in Laborumgebungen, mobiler Einsatz mit PCMCIA- und USB-CAN-Karten) vereinfacht diese Aufgabe mit Hilfe von Labview. Damit lassen sich die Funktionen zur Positionierung des Motors und die Parameter zur Motorsteuerung aus übersichtlichen Gruppen auswählen. Dies erleichtert die Konfiguration der Applikationen und die Synchronisation mit anderen Komponenten wie etwa einer Bildverarbeitung.

Die Positioniersteuerung Epos enthält die passende Endstufe samt Regelalgorithmus zum Betreiben eines bürstenbehafteten oder elektronisch kommutierten DC Motors. Sie lässt sich hinsichtlich der integrierten Induktivitäten und Leistungsgrößen flexibel für den jeweils eingesetzten Motor und Encoder konfigurieren. Viele Standardfunktionen der Antriebstechnik sind schon vordefiniert – z.B. Relativ- und Absolutbewegungen, Referenzfahrten etc. – und können mit den Labview-Kommunikationsbibliotheken einfach aufgerufen werden.

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