Laserschmelzen Wie im Metall-3D-Druck filigrane Kühlsysteme entstehen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Hochkomplexe 3D-gedruckte Titan-Kühlstäbe erlauben im Rahmen des LHC-B-Experiments am Large Hadron Collider des CERN die Detektion von Elementarteilchen bei -40 °C. Sie wurden im Laserschmelzverfahren auf den DMP-Maschinen von 3D Systems hergestellt.

Mit mehr als 300 dieser maßgeschneiderten, 263 mm langen Kühlrohre können die Photonendetektoren schnell abgekühlt werden. Dabei besteht ein Kühlstab aus gespiegelten A- und B-Komponenten, die zu einem kompletten Teil zusammengeschweißt werden.
Mit mehr als 300 dieser maßgeschneiderten, 263 mm langen Kühlrohre können die Photonendetektoren schnell abgekühlt werden. Dabei besteht ein Kühlstab aus gespiegelten A- und B-Komponenten, die zu einem kompletten Teil zusammengeschweißt werden.
(Bild: CERN)

Etwa 100 m unter den Schweizer und Französischen Alpen befindet sich der Large Hadron Collider (LHC) – der weltweit größte und leistungsfähigste Teilchenbeschleuniger, der je gebaut wurde. Diese beeindruckende Anlage wird von der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) für vier Schlüsselexperimente und die physikalische Erforschung hoher Energien genutzt. Ziel ist die Erzeugung und genaue Untersuchung bekannter und noch unbekannter Elementarteilchen und Materiezustände. In der Anlage werden auf einer Strecke von 26,7 km Protonen gegenläufig auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht. Vier Detektoren registrieren die Spuren der bei den Kollisionen entstandenen Partikel.