Rohstoffe Wie ein kalter Winter die Preise für Motoren beeinflusst

Quelle: Pressemitteilung

Die Preise für Niederspannungsmotoren sind 2021 stark gestiegen. Ob die Preise auch 2022 weiter ansteigen, hängt unter anderem vom europäischen Winter ab.

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Ein kalter Winter in Europa könnte die Dynamik auf dem Energiemarkt weiter verschärfen.
Ein kalter Winter in Europa könnte die Dynamik auf dem Energiemarkt weiter verschärfen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Das Unternehmen Interact Analysis hat den Preisanstieg für Niederspannungsmotoren untersucht. Wie Interact Analysis mitteilt, hat Senior Analyst Blake Griffin sich die Gründe dafür angeschaut und festgestellt, dass nicht nur Lieferketten die Ursache des Problems sind. Zwar tragen diese eine Mitschuld dafür, dass die durchschnittlichen Preise für Motoren 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent gestiegen sind, doch die aktuellen Probleme sind laut Griffin weitreichender.

Demnach seien neben den durch die Corona-Pandemie strapazierten Lieferketten die Rohstoffpreise ein Faktor für die teuren Motoren. Konkret spielen dabei vor allem Kupfer, Aluminium und Magnetstahl eine wichtige Rolle, deren Preise 2021 ebenfalls stiegen. "Deshalb ist womöglich die wichtigere Frage: wieso sind Rohstoffe so viel teurer geworden und wie entwickeln sich die Preise weiter?", so Griffin.

Die chinesische Industrie

Der Senior Analyst nimmt für einen Erklärungsansatz die Energiepreise in den Fokus. Dabei konzentriert er sich vor allem auf die Rohstoffe, die für die Energiegewinnung benötigt werden, also Gas, Öl und Kohle. Laut Griffin stieg wegen fehlendem Gas die Nachfrage nach Kohle Anfang 2021 stark an. Diese starke Nachfrage belastete vor allem China. Das Land habe einen riesigen Bedarf an Kohle und ist gleichzeitig einer der größten Produzenten. Doch kurz bevor die Nachfrage nach Kohle stieg, beschloss die chinesische Regierung aktiv Schritte, um ihre Abhängigkeit von Kohle zu verringern. Offiziell will das Land so seine CO2-Emissionen minimieren. Als die Nachfrage nach Kohle stieg, sah sich die chinesische Regierung gezwungen, die eigenen Kohlereserven zu schützen. Dafür wurde auch die eigene Industrie in Teilen heruntergefahren. Betroffen war davon auch die chinesische Stahlindustrie.

Griffin erklärt, dass China nicht nur die eigene Stahlproduktion reduziert, sondern auch die Zölle auf den Export von Stahl 2021 erhöht hat. Dies führte dazu, dass die Preise für Stahl auf dem Weltmarkt in die Höhe schnellten. Produzenten von Motoren sahen sich deshalb gezwungen, ihre Preise ebenfalls anzupassen. Im Oktober 2021 habe schließlich die International Energy Agency prognostiziert, dass die weitere Preisentwicklung im Energiesektor vom europäischen Winter abhängt. Begründet wird dies mit den niedrigen Gasreserven in Europa, weswegen mehr importiert werden muss, besonders bei einem harten Winter. Laut Griffin könnten die erhöhten Gasimporte dazu führen, dass der weltweite Vorrat weiter belastet wird und so die Nachfrage nach Kohle wieder steigt. Die Situation rund um den Kohlebestand in China werde dadurch weiter belastet, was weitere Maßnahmen der Regierung nach sich ziehen könnte. Als Folge würden die Stahlpreise wieder steigen.

Griffin schätzt, dass der durchschnittliche Verkaufspreis von Motoren 2022 weltweit um 8,5 Prozent steigt. Der Senior Analyst geht zudem davon aus, dass der steigende Preis sich negativ auf die Nachfrage nach Motoren auswirken wird.

Die gesamte Analyse von Griffin finden Sie auf der Website von Interact Analysis.

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