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CAD-Software Wie das CAD seinem Anwender folgt

Siemens hat Details zu Solid Edge ST9 bekannt gegeben: Das Release soll jetzt im Sommer 2016 erscheinen und bringt unter anderem Funktionen für die flexible Nutzung der Software selbst und das flexible Modellieren mit.

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Mehr Flexibilität für Anwender: Dank neuer Lizenzierungsoptionen und cloudbasierten Funktionen entscheiden Sie selbst, wie Sie die Software erwerben, installieren und nutzen wollen.
Mehr Flexibilität für Anwender: Dank neuer Lizenzierungsoptionen und cloudbasierten Funktionen entscheiden Sie selbst, wie Sie die Software erwerben, installieren und nutzen wollen.
(Bild: Siemens PLM Software)

Unter dem Motto „Solid Edge ST9: Erweitern Sie Ihren Horizont“ präsentierte Dan Staples, VP Mainstream Engineering R&D bei Siemens PLM Software und auch bekannt unter dem Namen Mr. Solid Edge, die aktuelle Version der Midrangesoftware für Konstruktion und Entwicklung. Besonders begeistert zeigte sich Staples von den neuen Cloudfunktionen für die Nutzung der CAD-Software. Sie bieten Optionen für schnelleren und flexibleren Einsatz, leichteren Zugriff durch Anwender sowie für die Zusammenarbeit innerhalb verteilter Konstruktionsteams. Möglich wird dies zum Beispiel durch die neue zusätzliche Cloudbasierte Lizensierung: Damit können Anwender unabhängig von ihrem Arbeitsort und den Endgeräten auf ihre Lizenz und die damit in der Cloud gespeicherten Nutzereinstellungen und Personalisierungen zugreifen. Solid Edge sieht damit auf jedem Rechner immer gleich aus: Benutzeroberfläche, Einheiten oder Bemaßungen müssen nicht bei jedem Login aufs Neue angepasst werden. Daneben stehen noch die traditionellen Lizenzierungen für einen einzelnen Arbeitsplatz (node-locked) und im Netzwerk (floating) zur Verfügung.

Konstruktionsdaten kontrolliert speichern und austauschen

Darüber hinaus können mit Solid Edge ST9 Daten nun auch mittels cloudbasiertem Vaulting gespeichert werden. So speichern Anwender ihre Konstruktionsdaten kontrolliert ab und können diese entsprechend mit externen Zulieferern und Partnern schnell austauschen. Dabei kommt bekannte Software wie Dropbox, Onedrive, Google Drive und Box zum Einsatz. Auf diese Weise kann der Anwender sowohl effizient online, aber auch jederzeit lokal – also offline –arbeiten. Letztlich bedeutet das, dass der Anwender keine Qual bei der Wahl hat: Die Software kann genau so erworben, eingesetzt und verwaltet werden, wie es für die jeweiligen Arbeitsprozesse und Aufgaben am besten ist.

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Neues für die schnelle und flexible 3D-Modellierung

Neues gibt es natürlich auch im Bereich der Modellierung zu vermelden, hier eine Auswahl der neuen und verbesserten Funktionen:

Benutzeroberfläche: Die Benutzeroberfläche wurde noch weiter dem Look and Feel der Programme von Microsoft Office angepasst. Neu ist auch, dass 4k-Monitore unterstützt werden. Für effizienteres Arbeiten werden die Dokumente nun in Tabs angezeigt und können über Karteireiter ausgewählt werden. Anwender können auch eigene Register mit den am häufigsten eingesetzten Befehlen erstellen.

Solid Edge ST9 erleichtert auch den Zugang zu 2D-Konstruktionen, die in der kürzlich vorgestellten Software Catchbook von Siemens erstellt werden. So lassen sich aus Skizzen schnell 3D-Modelle und professionelle Konstruktionszeichnungen ableiten.

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Catchook - ein digitaler Zeichenblock

Siemens PLM Software hat mit Catchbook eine App für das einfache Skizzieren neuer Ideen entwickel. Die Software wandelt Skizzen in präzise 2D-Konstruktionen um. Anwender können mit Catchbook frei zeichnen, oder eine Grafik oder ein Foto importieren und darüber zeichnen, um Details zu ergänzen. Die Benutzeroberfläche der App ist einfach und intuitiv aufgebaut. Catchbook läuft auf Geräten mit Android-, iOS- und Windows-Betriebssystemen, egal, ob sie für die Eingabe per Finger oder Stift ausgelegt sind. Eine kostenfreie Testversion steht in den Appstores zur Verfügung, für den vollen Funktionsumfang ist ein Abo nötig.

Weitere Infos: Per App schnell von der Skizze zur Konstruktion

Synchronous Technology: Wie Dan Staples mitteilte, war eine Top-Forderung der User, dass das Arbeiten im hybriden Modelliermodus verbessert wird – beim Arbeiten in einem gemischten synchronous-sequentiellen Modus ist jetzt eine visuelle Darstellung des fertigen Hybridmodells (einschließlich sequentieller Features) verfügbar, während synchrone Körper bearbeitet werden. Dadurch wird die Übersichtlichkeit für Anwender optimiert. Zudem wurde der im Synchronous-Modus der Teilemodellierungsprozess durch Mehr-Körperoperationen erweitert.

Vereinfachtes Baugruppen-Management: Baugrupppenbeziehungen sind nun in einer intuitiven Baumstruktur aufgelistet, was das Ändern, Bearbeiten und Löschen beim Arbeiten vereinfacht. Der Anwender kann sich in einem unübersichtlichen Konstruktionsbereich ausgewählte Elemente schnell anzeigen oder verbergen lassen, was das Ändern von großen Baugruppen deutlich leichter macht.

Solid Sweep: Die Möglichkeit, Material entlang eines Pfades abzutragen, wird nun durch eine Funktion für „Geführte Körper“ sichergestellt, die einen Fräsvorgang simuliert.

Erweiterte Zeichnungsfunktionen: Unter anderem lassen sich Ansichten rotieren, um das Layout zu optimieren.

Verbessertes Patterning: Sich wiederholende Aktionen können den Produktentwicklungsprozess verlangsamen. Solid Edge ST9 minimiert diese Auswirkungen durch schnelle Duplizierungsfunktionen in Teile-, Blech- und Baugruppenumgebungen. Von Profilen, Körpern und Features in Teilen über Blechteile bis zu Baugruppenteile und deren zugehörige Beziehungen beschleunigt die Duplizierung die Fertigstellung von Konstruktionsprojekten.

3D-Druck: Mit der Funktion Solid Print erhalten Anwender sehr schnell ein Vorschaubild. Im Anschluss wird das Modell aus dem 3D Builder heraus direkt an den Drucker oder einen Dienstleister gesendet.

Verbesserte Simulation: Hier wurde u.a. die Erstellung von Was-Wenn-Szenarien durch das Unterdrücken von Randbedingungen vereinfacht. Das Meshing wurde laut Siemens um den Faktor 4 beschleunigt.

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Synchronous Technology vereint direktes Modellieren und parametrisches Konstruieren

Die Solid Edge Synchronous Technology von Siemens PLM Software kombiniert die Geschwindigkeit und Einfachheit der Direktmodellierung mit der Flexibilität und Steuerfunktion parametrischer Konstruktion. Das bedeutet, das Operationen wie freies Schieben und Ziehen mit parametrischen Funktionen wie Parallelität verknüpft werden können. Mit Solid Edge können problemlos mehrere Teile in einer Baugruppe bearbeitet werden. Historienbasierte Bearbeitungen oder Verknüpfungen zwischen den Teilen sind dazu nicht erforderlich. Auch die Bearbeitung von Multi-CAD-Daten ist mit der Synchronous Technology einfach; die Daten können wie native Daten bearbeitet werden, sodass eine nahtlose Zusammenarbeit mit Zulieferern und Partnern sichergestellt wird. Durch diese hohe Flexibilität bei der Konstruktion lassen sich Probleme wie aufwendige Vorplanungen und Formelementfehler, Probleme bei der Neuerstellung und aufwendige Nacharbeiten vermeiden.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht