Energieführungsketten Wenn Kunststoff-Energieführungsketten an ihre Grenzen stoßen
Komplexe, kundenspezifische Anlagen erfordern zuverlässige und mitunter robuste Komponenten. Energieführungsketten haben es in diesen Zusammenhang bei uns eigentlich gut“, meint Frank Schneider bei PlaTeG. Dennoch weiß der Maschinenbautechniker aus eigener Erfahrung nur zu gut, dass Lösungen aus Kunststoff nicht immer die ideale Wahl bedeuten.
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Die Firma PlaTeG aus Siegen entwickelt und produziert u.a. Anlagen zum PulsPlasma Nitrieren von Werkstücken. Bei dieser umweltfreundlichen Oberflächenbehandlung werden z.B. Zahnräder, Ventile und Kurbelwellen vor Verschleiß geschützt. Bei Strangpressmatritzen kann die Standzeit sogar um mehr als 50 Prozent erhöht werden. Die Werkstücktemperatur lässt sich bei Bedarf sehr niedrig halten, so dass auch Kaltarbeitsstähle behandelt werden können.
Beim PulsPlasma Nitrieren dient ein Plasma als Reaktionsmedium, bestehend aus frei beweglichen negativen und positiven Ladungsträgern (z.B. Elektrononen und Ionen) sowie elektrisch neutralen Atomen und Molekülen. Das Plasma umhüllt die zu behandelnden Werkstücke, die sich elektrisch isoliert in einer Vakuumkammer befinden.
Schonende Oberflächenbehandlung
„Bei einem Druck von 50 bis 500 Pa wird eine pulsierende Gleichspannung von einigen hundert Volt zwischen kathodisch geschaltetem Werkstück und der Kammerwand angelegt. Die elektrisch positiv geladenen Ionen werden zum Werkstück hin beschleunigt und treffen mit hoher kinetischer Energie darauf auf, die zu einer thermochemisch kontrollierten Veränderung der Werkstückoberfläche führt. Auf diese Weise können Oberflächen aus Eisen und Stahl gehärtet, beschichtet sowie geätzt werden.
Selbst Kunststoffe lassen sich mit dieser Technologie behandeln, wobei das Verfahren die Oberflächen extrem sauber sowie benetzbar macht. Durch die Aktivierung des Plasmas in pulsförmigen Intervallen ist das Verfahren exakt steuerbar, so dass die Bildung von Lichtbögen, die die Oberfläche beschädigen können, verhindert wird“, präzisiert Frank Schneider. Den Grundstein für das Verfahren legte Dr. Reinar Grün, der in den 80er Jahren die Plasmatechnik zur industriellen Reife führte und mit Arnd Bohle von der PVA TePla Gruppe die Geschäfte der PlaTeG führt. (Weiterlesen auf den folgenden Seiten)
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