Energieführungsketten

Wenn Kunststoff-Energieführungsketten an ihre Grenzen stoßen

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Problemfall freitragende Längen

Eigentlich: Dennoch gab es in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit der vertikal zur Kammer angeordneten Kunststoffkette, die z.B. Kühlwasserschläuche, Gasschläuche sowie Versorgungsleitungen für die Anlagenheizung integriert. „Diese Kunststoffkette muss bei unseren Mono- und Tandemanlagen aufgrund des zunächst vertikalen und dann horizontalen Verfahrweges der Vakuumkammer freitragende Längen von bis zu vier Metern und bei unseren Shuttleanlagen sogar bis zu sieben Metern bewältigen.

Hier stieß die Kunststoffkette sehr schnell an ihre Grenzen“, berichtet der Maschinenbautechniker und zieht einen Vergleich: „Die mit der Zusatzlast der zum Teil im Querschnitt sehr dicken Schläuche und Leitungen frei im Raum hängenden Kette erweckte die Assoziation zu einer Hängebrücke. Die Belastung war augenscheinlich. Hinzu kam, dass die Bewegung der Kette durch die Last nicht flüssig sondern in ruckartigen Intervallen erfolgte. Dies führte dazu, dass die Anschläge der Kettenglieder beschädigt wurden oder sich sogar lösten beziehungsweise abbrachen. Mit Blick auf einen stets zuverlässigen Anlagenbetrieb ein kaum vertretbarer Zustand, der uns dazu bewog, sich nach einem alternativen Anbieter für Energieführungen umzuschauen.“

Stahl statt Kunststoff

Auf der Suche nach einer Lösung wandte man sich an Kabelschlepp. Die Ingenieure des Unternehmens analysierten gemeinsam mit PlaTeG die Problemstellungen vor Ort. Kabelschlepp empfahl eine Stahl-Energieführungskette. Diese extrem robusten sowie stabilen Stahl- bzw. Edelstahlketten sind, wie alle Lösungen aus diesem Portfolio von Kabelschlepp, für starke mechanische Belastungen und raue Umgebungsbedingungen ausgelegt.

So halten die Stahlketten von Kabelschlepp je nach Steg- und Kettenbandausführung Dauertemperaturbelastungen von bis zu 600° Celsius stand. In einigen Ausführungen sind kurzeitig gar Temperaturbelastungen bis 1000° Celsius möglich. Heiße Späne, Guss-, Schmiede- und Formteile können daher diesen Ketten z.B. in Gießereien, Stahlwerken, Walzstraßen und Industrieöfen nichts anhaben. Zudem sind sie Seewasser-, Strahlen-, UV- und Chemiekalienbeständig.

„Wir haben uns aus der S/SX Serie für die galvanisch verzinkte Stahlvariante vom Typ S 0950 entschieden“, erklärt Schneider und betont: „Vor allem die sehr großen freitragenden Längen selbst bei großen Zusatzlasten, wie sie bei uns der Fall sind, und die Möglichkeit der bedarfsspezifischen Konfiguration der Kette waren hierfür die wesentlichen Gründe, denn je nach Kundenwunsch und damit Auslegung der Anlagen variieren die Ketten in Länge, Breite und damit auch bei der Auswahl der Stege und notwendigen Trennstege. (Mehr Informationen finden Sie auf den folgenden Seiten)

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