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Robotik

Wenn der Roboter das Auto parkt

| Autor: Katharina Juschkat

Das Start-up Stanley Robotics hat den Roboter „Stan“ entwickelt, der auf Flughäfen das Auto einparken soll – selbstständig und intelligent. Jetzt wird Stan am Londoner Flughafen Gatwick getestet.

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„Stan“ heißt der autonome Parkplatzprofi.
„Stan“ heißt der autonome Parkplatzprofi.
(Bild: Stanley Robotics)

Um Platz zu sparen und die Nerven von Reisenden zu schonen, hat das Roboterunternehmen Stanley Robotics einen autonomen Roboter entwickelt, der an Flughäfen Fahrzeuge selbstständig und effizient einparken soll. Jetzt wird der Parkroboter namens „Stan“ auf dem Londoner Flughafen Gatwick getestet – aus 170 normalen Parkplätzen werden 270 Roboterparkplätze.

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Stan parkt das Auto ein

Der Roboter soll den Platz nicht nur effizienter nutzen, die Reisenden können zudem Zeit und Nerven sparen: Die Parkplatzsuche am Flughafen und der lange Weg zum Auto entfällt. Passagiere buchen den Roboter über eine App und geben ihr Auto in einem Drop-Off-Areal direkt am Eingang des Parkplatzes ab. Von dort übernimmt der Roboter Stan das Auto, der Ähnlichkeiten mit einer fahrenden Plattform hat – und so funktioniert er auch: Die längliche Plattform schiebt er vorsichtig unter das Fahrzeug und hebt es anschließend an den Reifen hoch. Dann fährt er das Auto selbstständig in die gesicherte Parkzone ein.

Zu dem Auto selbst braucht niemand Zutritt, was das Vertrauen gegenüber dem Parksystem erhöhen soll. Kehrt man zurück, soll das Auto bereits in der Drop-Off-Zone warten. Da das Parksystem mit dem Flugticket gekoppelt ist, weiß Stan, wann das Auto wieder benötigt wird und fährt es rechtzeitig vor. Jetzt soll der Parkroboter am Londoner Flughafen Gatwick getestet werden. Vorerst plant der Flughafen, aus 170 normalen Parkplätzen 270 Roboterparkplätze zu machen.

So funktioniert Stan:

Künstliche Intelligenz parkt effizient ein

Stan soll mit fast allen Fahrzeugtypen zurecht kommen, nur die Länge von 6 Metern darf das Auto nicht überschreiten. Maximal kann er 3 Tonnen Gewicht heben. Dank verschiedener Sensoren findet Stan seinen Weg alleine und kann auf eventuelle Gefahren auf dem Weg reagieren und ausweichen, wie es schon viele fahrerlose Transportsysteme können. Mithilfe von künstlicher Intelligenz ordnet der Roboter die Fahrzeuge möglichst effizient an, was laut Hersteller eine Platzersparnis von bis zu 50% bieten soll. Eine weitere Besonderheit von Stan ist, dass er im Freien agieren kann – auch schlechte Wetterbedingungen sollen dem Roboter nichts anhaben. Was das neue Parksystem für den Nutzer kosten wird, ist noch nicht bekannt.

Am Düsseldorfer Flughafen ist ein ähnlicher Roboter im Einsatz: Hier parkt „Ray“ Autos ein.

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Über den Autor

 Katharina Juschkat

Katharina Juschkat

Redakteurin, Vogel Communications Group