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Positionssensor Wenn der Pneumatikzylinder mit der Prozesssteuerung kommuniziert

| Redakteur: Dorothee Quitter

Mit den neuen Positionssensoren der Serie D-MP von SMC können Anwender schlichte Antriebe in intelligente Kommunikationspartner verwandeln.

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In Pneumatikzylindern integriert, können die Positionssensoren der Serie D-MP über IO-Link kontinuierlich wichtige Prozessdaten liefern und dabei Aufgaben der Qualitätsüberwachung und Prozesssteuerung lösen.
In Pneumatikzylindern integriert, können die Positionssensoren der Serie D-MP über IO-Link kontinuierlich wichtige Prozessdaten liefern und dabei Aufgaben der Qualitätsüberwachung und Prozesssteuerung lösen.
(Bild: SMC Deutschland)

Das Greifen ungleichmäßiger Werkstücke mit unterschiedlicher Kraft, die Positionierung verschiedenartiger Güter oder die Abstandsregelung von Walzen in der Papierindustrie sind typische Beispiele, in denen Pneumatzikzylinder mehrere Schaltpunkte benötigen und flexibel auf schnell wechselnde Bedingungen reagieren müssen. In solchen Anwendungen sorgen die Positionssensoren der Serie D-MP für mehr Flexibilität, mehr Transparenz und höhere Produktivität. „Die bidirektionale Kommunikation zwischen Positionssensoren und Pneumatikzylindern wird mittels IO-Link möglich. Dabei können die Sensoren Informationen wie die Kolbenstellung oder die Anzahl durchgeführter Zyklen an übergeordnete Steuerungssysteme übermitteln. Umgekehrt ist auch die Parametrierung über IO-Link möglich, sodass Anwender in der Lage sind, ihre Prozesse hochflexibel zu steuern,“ erklärt Olaf Hagelstein, Product Manager bei SMC Deutschland.

Berührungslos & verschleißfrei messen

Die D-MP-Sensoren lassen sich über die C-Nut vieler Pneumatikzylinderserien von SMC montieren. Daher ist es auch leicht möglich, sie nachzurüsten. Kompatibel sind sie mit vielen Zylinderserien wie etwa CQ2-Z, MGP-Z, C96 und CP96. Zurzeit bietet SMC die D-MP-Sensoren in vier Längen von 25, 50, 100 bis 200 mm an. Insgesamt stehen drei Anschlussvarianten über M8, M12 oder offene Kabelenden zur Verfügung.

Zur Positionserkennung der Kolbenstellung arbeiten die neuen Sensoren mit einem Magnet-Sensor. Sie erreichen eine Auflösung ± 0,05 mm und eine Wiederholgenauigkeit von 0,1 mm. Das Messprinzip basiert auf einem Permanentmagneten, der im Kolben des Zylinders integriert ist. Dessen magnetisches Feld erkennt der Zylindersensor und löst Schaltvorgänge aus, wenn die zuvor definierten Feldstärken erreicht werden. Der große Vorteil dieses Messprinzips liegt in der berührungslosen und komplett verschleißfreien Messung. Daher sind die D-MP-Sensoren ausgesprochen langlebig.

Wartung vorausschauend planen

Neben den Positionsdaten des Kolbens liefern die Sensoren der Serie D-MP noch weitere Daten wie etwa die Anzahl geleisteter Zyklen. Dadurch wird es möglich, anstehende Wartungsintervalle oder auch den Austausch von Komponenten am Lebensende vorausschauend zu planen. Einsetzbar sind die Positionssensoren im Temperaturbereich bis 60 °C, die Schutzart ist IP67. Als Alternative zur Remote-Parametrierung ist vor Ort auch eine Bedienung über Tasteneingabe möglich.

Smarte Aktoren

Olaf Hagelstein ist davon überzeugt, dass die kontinuierliche Übermittlung von Positionsdaten die Funktionalität pneumatischer Zylinder aufwertet. Sie werden zu smarten Aktuatoren und sind damit vielfältiger einsetzbar. „Über Analogausgänge oder IO-Link liefern diese Sensoren kontinuierlich Prozessdaten vom Zylinder zu übergeordneten Systemen. Sie schaffen damit Transparenz und lösen gleichzeitig Aufgaben der Qualitätsüberwachung und der Prozesssteuerung. Und davon können sehr viele Anwender profitieren.“ (qui)

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