Suchen

3D-Druck Wasserlösliche, bioabbaubare Stützstrukturen für den 3D-Druck

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Im 3D-Druck helfen Stützstrukturen komplexe Geometrien herzustellen, beispielsweise Bohrungen. Bisher wurden diese mithilfe von schwachen Säuren oder Wasser wieder vom Bauteil gelöst. Ein umweltfreundlicher Stützstrukturwerkstoff wurde nun am IKT entwickelt.

Firmen zum Thema

Zur Herstellung komplexer Geometrien werden Stützstrukturen benötigt, um beispielsweise Überhänge oder Bohrungen fertigen zu können.
Zur Herstellung komplexer Geometrien werden Stützstrukturen benötigt, um beispielsweise Überhänge oder Bohrungen fertigen zu können.
(Bild: IKT)

Der filamentbasierte 3D-Druck erfreut sich besonders bei Privatanwendern immer stärkerer Beliebtheit. Dabei halfen bisher Stützstrukturen, um komplexe Geometrien, wie Überhänge oder Bohrungen, herzustellen.

Um diese mit geringem Aufwand bei gleichbleibend hoher Oberflächenqualität vom Bauteil entfernen zu können, haben sich lösliche Stützstrukturwerkstoffe etabliert, die in schwachen Säuren oder sogar in Wasser, etwa in der Spülmaschine, vollständig gelöst werden können.

Problem dabei ist, dass die gelösten Polymere so ins Abwasser gelangen. Das versuchen Forscher des Instituts für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart nun zu ändern: In einem von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) geförderten Projekte entwickeln sie einen neuartigen Stützstrukturwerkstoffs. Dieser ist in Wasser löslich, gleichzeitig aber biobasiert und bioabbaubar.

Die gelösten Polymerketten können von Bakterien verstoffwechselt werden; so verbleiben keine Rückstände in der Umwelt. Ergebnis ist ein komplexes Bauteil mit einer qualitativ hochwertigen Oberfläche.

Jetzt unser E-Paper kostenlos lesen

In Zeiten von Homeoffice und Coronakrise erreichen unsere Hefte nicht mehr jeden Leser. Damit Sie dennoch alle wichtigen Informationen zur Verfügung haben, bieten wir unsere E-Paper kostenlos zum Lesen an!

Zum Heftarchiv

(ID:46551623)