Definition Was ist eigentlich die Smart-Methode?

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Passend zum Start in das neue Jahr stellen wir hier die Smart-Methode vor, ein strategisches Werkzeug für die Formulierung von Zielen. Die Methode kann für Ziele jeder Art eingesetzt werden – im Beruf, beim Sport oder im privaten Alltag. Wie sie funktioniert und Tipps für das Formulieren.

Firmen zum Thema

Mit der Smart-Methode werden Ziele erreichbar formuliert.
Mit der Smart-Methode werden Ziele erreichbar formuliert.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die Smart-Methode hilft dabei, Ziele richtig zu setzen, um ein genaues Bild des gewünschten Ergebnisses vor Augen zu haben. Denn nur passend formulierte Ziele können auch erreicht werden: Nur wer weiß, wo die Reise hingeht, kann das Ziel erreichen. Die Klarheit des Ziels sowie die definierten Maßnahmen und die Relevanz für das Projekt stellen sicher, dass alle Mitglieder genau wissen, was von ihnen verlangt wird und bis wann. Damit das funktioniert, muss die Zielformulierungen einige Kriterien erfüllen.

Wofür das Akronym Smart steht

  • Spezifisch: Verallgemeinerungen und Unklarheiten sind die natürlichen Feinde jedes Ziels. Nötig sind konkrete und präzise Ansagen, die keine Zweifel daran lassen, was genau erreicht werden soll. Im besten Fall wird das Ziel in einem einzelnen, prägnanten Satz zusammengefasst, der es genau auf den Punkt bringt.
  • Messbar: Um rückblickend eindeutig feststellen zu können, ob das Ziel erreicht wurde, muss dieses von Anfang an so formuliert werden, dass es messbar ist. In einigen Fällen ist dies leicht, beispielsweise Kostenersparnis oder Effizienzsteigerung.
  • Attraktiv: Ziele sind häufig nicht leicht zu erreichen und zwingen uns, die Komfortzone zu verlassen. Nur wenn das Ziel attraktiv ist, können die Beteiligten die nötige Motivation aufbringen, um es zu erreichen. Dies funktioniert durch eine positive Formulierung.
  • Realistisch: Übertriebener Ehrgeiz kann zu Frust und Problemen führen, utopische Ziele sind demotivierend. Im besten Fall sollte die Zielsetzung so gewählt sein, dass sie herausfordert, aber machbar bleibt.
  • Terminiert: Jedes Ziel braucht einen zeitlichen Rahmen. Denn andernfalls kann sich das Erreichen eines Ziels unter Umständen so lange ziehen, dass es tatsächlich gar nicht mehr dazu kommt.Der Termin des Ziels ist dabei gleichzeitig der Kontrollpunkt. Hier wird gemessen und festgehalten, ob all das umgesetzt werden konnte, was man sich vorgenommen hat.

Vor- und Nachteile der Smart-Methode

Die Methode ist bereits weit verbreitet, denn sie hat einige Vorteile. Durch die deutliche Zielsetzung werden Ziele greifbar. So schafft die Methode Klarheit für alle Beteiligten. Die Methode ermöglicht es allen Beteiligten, das Fortschreiten der Zielerfüllung zu messen und erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit. Smart formulierte Ziele stellen darüber hinaus sicher, dass die Motivation erhalten bleibt.

Doch es gibt auch Nachteile. So eignet sich die Methode nicht, um Ziele zu identifizieren. Diese müssen bekannt sein, um sie smart formulieren zu können. Da realistische Vorgaben nötig sind, kann das im Unternehmenskontext dazu führen, dass visionäre Ideen nicht verfolgt werden. Die Zielsetzung ist eine Gratwanderung: Denn wenn Smart-Ziele zu wenig ambitioniert gesetzt sind, bleibt der motivierende Effekt aus. Im Allgemeinen stellen smarte Ziele eine Mindestbeschreibung von Zielen dar. Je nach Kontext müssen die Ziele weiter verfeinert werden.

Wer hat die Smart-Methode erfunden?

Die Smart-Ziele wurden das erste Mal 1981 in einem wirtschaftswissenschaftlichen Aufsatz [Doran, G. T. (1981). "There's a S.M.A.R.T. way to write management's goals and objectives". Management Review. 70 (11): 35–36] von George T. Doran erwähnt. Er formulierte darin eine Methode, mit der sich Ziele systematisch festlegen lassen.

8 Tipps für das Formulieren von Zielen

Der Recruiting-Spezialist Avantgarde Experts gibt folgende Tipps für das Formulieren von Smart-Zielen:

  • 1. Positive Formulierung: „Ich will bei jedem Meeting die konkreten Outputs benennen können.“ statt „Ich möchte in den nächsten drei Monaten keine unproduktiven Meetings halten“. So fokussiert man, was tatsächlich erreicht werden soll.
  • 2. Ich-Formulierung anwenden: Ganz gleich, ob es sich um ein Ziel für eine einzelne Person handelt oder für ein Team: Mit der „Ich-Formulierung“ steigt das Verantwortungsbewusstsein der Beteiligten. Wird ein ganzes Team angesprochen, kann die Formulierung zum Beispiel lauten: „Ich werde mit meinem Team erreichen, [Ziel einfügen].“
  • 3. Meilensteine definieren: Gerade bei langfristig angelegten Zielen ist es sinnvoll, Meilensteine auf dem Weg zum großen Ziel zu definieren. Sie sorgen als kleinere Zwischenziele für mehr Orientierung und ermöglichen kleinere Erfolgserlebnisse auf dem Weg zum Zielabschluss.
  • 4. Zieldefinition schriftlich festhalten: So entsteht zum einen eine wichtige Grundlage, zum anderen wird das Ziel verbindlicher.
  • 5. Ziele greifbarer machen: Führt man sich den Effekt des Ziels und die positiven Auswirkungen möglichst anschaulich vor Augen, steigt die Motivation.
  • 6. Ziele sind nicht statisch: Ziele sind nicht unveränderlich, sondern können im Laufe der Zeit an äußere Umstände angepasst werden. Das ist in agilen Unternehmen und agilem Projektmanagement an der Tagesordnung. Die Ziele sollten aber nur auf der Grundlage von Daten geändert werden.
  • 7. Zeitnah aktiv werden: Um die anfängliche Motivation auszunutzen, ist es zielführend, sich direkt an die Arbeit zu machen.
  • 8. Bei Bedarf Unterstützung holen: Gerade bei Zielvereinbarungen, die Neuland darstellen, ist es ganz normal und wichtig, nach Unterstützung zu suchen. Das kann zum Beispiel die Hilfestellung durch einen erfahrenen Kollegen sein

Quellen:

www.ionos.de

www.karrierebibel.de

www.avantgarde-experts.de

(ID:47068030)