Konstruktionsleiter-Forum 2025 Wie Systems Engineering auch in KMU funktioniert

Von Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler 3 min Lesedauer

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Systems Engineering kann entscheidend zu effizienter Produktentwicklung beitragen, der Methode wird aber häufig eine hohe Komplexität nachgesagt. Wie sie praxisnah auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen eingeführt werden kann, erfahren Teilnehmer auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2025.

Der heutige Produktentstehungspozess benötigt ein gemeinsames Systemverständnis, klare Schnittstellen und ein gutes Zusammenspiel aller Disziplinen. Systems Engineering leistet das. (Bild: ©  J.G Studio - stock.adobe.com)
Der heutige Produktentstehungspozess benötigt ein gemeinsames Systemverständnis, klare Schnittstellen und ein gutes Zusammenspiel aller Disziplinen. Systems Engineering leistet das.
(Bild: © J.G Studio - stock.adobe.com)

Die Produktentstehung befindet sich im Wandel: Neue Technologien wie künstliche Intelligenz, der steigende Druck zu nachhaltigen Lösungen sowie der Wunsch nach mehr Agilität stellen Unternehmen – insbesondere im Mittelstand – vor tiefgreifende Veränderungen. Gleichzeitig nehmen Komplexität, Geschwindigkeit und Interdisziplinarität in Entwicklungsprojekten deutlich zu. Systems Engineering verspricht hier Abhilfe – doch wie kann diese Methode sinnvoll, praxisnah und ohne Überforderung in kleinen und mittelständischen Unternehmen eingeführt werden?

Mit Systems Engineering die interdisziplinäre Zusammenarbeit optimieren

Wie Systems Engineering nicht als starres Regelwerk, sondern als menschenzentrierter und befähigender Rahmen für interdisziplinäre Zusammenarbeit verstanden und genutzt werden kann, steht im Fokus des Vortrags Engineering im Wandel: Interdisziplinäre Teams mit Systems Engineering bedarfsgerecht befähigen von Dr.-Ing. Anja Maria Schierbaum, Fraunhofer IEM, auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2025.

Der Fokus liegt auf einer bedarfsgerechten, schrittweisen Einführung, die sich an den realen Herausforderungen im Arbeitsalltag von Entwicklungs- und Konstruktionsteams orientiert. Dabei geht es nicht nur um Prozesse und Werkzeuge, sondern vor allem auch um Kommunikation, Befähigung und kulturellen Wandel. Zudem zeigt der Vortrag auf, wie künstliche Intelligenz als unterstützende Technologie helfen kann, bisherige Hürden im Entwicklungsalltag gezielt zu überwinden.

Dr.-Ing. Anja Schierbaum leitet die Abteilung Systems Engineering am Fraunhofer IEM in Paderborn.(Bild:  Fraunhofer)
Dr.-Ing. Anja Schierbaum leitet die Abteilung Systems Engineering am Fraunhofer IEM in Paderborn.
(Bild: Fraunhofer)

Frau Schierbaum, warum ist das Thema Ihres Vortrags für Konstrukteure und Entwickler relevant?

Produkte werden immer komplexer – mehr Elektronik, mehr Software, mehr Varianten. Das stellt Konstrukteure und Entwickler täglich vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig müssen Teams schneller liefern und besser zusammenarbeiten – über Abteilungs- und Unternehmensgrenzen hinweg. In meinem Vortrag geht es darum, wie man mit praxistauglichen Ansätzen aus dem Systems Engineering genau dabei unterstützt wird. Denn technische Exzellenz allein reicht nicht mehr: Es braucht ein gemeinsames Systemverständnis, klare Schnittstellen und ein gutes Zusammenspiel aller Disziplinen.

Was sind die wichtigsten Aspekte des Vortrags?

Ich zeige, wie Unternehmen moderne Entwicklungsmethoden Stück für Stück in ihren Alltag bringen können – bedarfsgerecht und ohne die organisatorischen Herausforderungen zu vernachlässigen. Es geht darum, wie interdisziplinäre Teams mit klaren Strukturen, unterstützenden Tools und einem gemeinsamen Zielbild besser zusammenarbeiten. Anhand von Beispielen aus mittelständischen Unternehmen zeige ich, wie das auch unter realen Bedingungen funktioniert – etwa mit Modellen, schlanken Abstimmungsprozessen oder gezieltem KI-Einsatz in der Entwicklung. Mein Ziel ist es, typische Einstiegshürden abzubauen und Impulse für die konkrete Umsetzung zu geben.

Mein Ziel ist es, Stolpersteine beim Einstieg zu meistern und konkrete Impulse mitzugeben, wie man mit mehr Systemdenken und interdisziplinärer Kollaboration Schritt für Schritt zu besseren Produkten kommt.

Was lernen die Teilnehmer durch Ihren Vortrag?

Wie kann ich als Entwickler oder Konstrukteur bei steigender Komplexität den Überblick behalten? Wie arbeiten Teams aus Mechanik, Elektronik und Software besser zusammen – ohne ständig aneinander vorbeizuarbeiten? Und wie lässt sich moderne Methodik wie Systems Engineering so einführen, dass sie wirklich hilft – statt zusätzlich zu belasten? Welche Rolle spielt KI dabei? In meinem Vortrag gebe ich Antworten auf genau diese Fragen. Ich zeige anhand echter Praxisbeispiele, wie Unternehmen mit einfachen Schritten ihre Entwicklungsarbeit spürbar verbessern konnten – ohne sich zu überfordern. Mein Ziel ist es, Stolpersteine beim Einstieg zu meistern und konkrete Impulse mitzugeben, wie man mit mehr Systemdenken und interdisziplinärer Kollaboration Schritt für Schritt zu besseren Produkten kommt – praxisnah, machbar und direkt umsetzbar.

Konstruktionsleiter Forum

Produktentwicklung neu denken

Der Schlüssel für den Erfolg eines Unternehmens liegt in Konstruktion und Entwicklung. Hier entstehen innovative Produkte, die die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Doch kennen Sie die Herausforderungen der Produktentwicklung im 21. Jahrhundert?

Das Konstruktionsleiter Forum will Konstruktions- und Entwicklungsleiter für Hürden sensibilisieren, sowie Tools und Methoden aufzeigen, um innovative Ideen strukturiert zu entwickeln und den Produktentstehungsprozess so schlank und effizient wie möglich zu gestalten.

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