Hochstromsteckverbinder Was Hochstrom-Steckverbinder leisten müssen

Autor / Redakteur: Frank Quast* / Ute Drescher

Steckverbindungen finden sich in nahezu allen Bereichen der Industrie. Maschinenbau, Apparate- und Medizintechnik, Schifffahrt und Bahnindustrie kommen heutzutage ohne die hohe Kontaktdichte und einfache Handhabung der Steckverbinder nicht mehr aus.

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Ein Hochstromsteckverbinder ist eine technisch anspruchsvolle Schnittstelle. Eingesetzt wird er beispielsweise in Lokomotiven und Triebzügen, um den hohen Leistungsbedarf der Betriebsmittel steckbar und sicher zu übertragen. So finden sich Han HC Modular-Steckverbinder in Traktions- oder Hilfsbetriebsumrichtern, Klimageräten und in Wagenübergängen von Bahnfahrzeugen. An Maschinen dieser Größenordnung wird vermehrt Wert auf einfache Handhabung der Schnittstelle und höchstmögliche Kontaktdichte gelegt.

Die Kabel: Hochstromsteckverbinder tolerieren schwankende Leitergeometrien

Gleichzeitig steigt die Leistungsdichte der Verbraucher kontinuierlich an, so dass der Wunsch nach geringen Abmessungen die zu übertragenden Arbeitsströme ansteigen lässt. Harting bietet für Hochstromschnittstellen ein breites Produktspektrum von 40 A bis 650 A mit unterschiedlichen Anschlusstechniken an.

Hohe Ströme erfordern entsprechend dimensionierte Kabelquerschnitte. Sie bewegen sich im Bereich von 25 mm_ bis 240 mm_. Um Steckvorgänge zu ermöglichen, müssen die verwendeten Kabel jedoch auch beweglich sein.

Aus diesem Grund trifft man bei Steckverbinderapplikationen häufig auf Kabel der Klasse 5 gemäß IEC 60 228. Innerhalb dieser Norm gibt es Limitierungen, die den maximalen Durchmesser des Kupferpakets definieren. Ein Minimalwert der ISO-Querschnitte ist jedoch nicht definiert, was zu entsprechender Varianz des Konfektionsergebnisses führen kann.

Harting verfügt über langjährige Erfahrungen hinsichtlich dieser Kabeltoleranzen und bietet mit den Hochstromsteckverbindern passende Produkte, um die Toleranzfenster der Leitergeometrien sicher anzuschließen. Im Hochstrombereich dominieren die Schraubtechnik, Crimptechnik und die von Harting 1998 entwickelte Axialschraubtechnik.

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