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Qualitätssicherung Wälzlager auf Qualität und Lebensdauer testen

| Redakteur: Lilli Bähr

Für die Qualität und Lebensdauer von Wälzlagern sind Materialgüte und mechanische Eigenschaften entscheidend. Deshalb prüft Hecht Kugellager seine Wälzlager nach bestimmten Vorgaben.

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Auf Schall und Güte getestet: Körperschallprüfungen von Wälzlagern führt Hecht auf dem werkseigenen FAG-Prüfstand durch.
Auf Schall und Güte getestet: Körperschallprüfungen von Wälzlagern führt Hecht auf dem werkseigenen FAG-Prüfstand durch.
(Bild: Hecht)

Hecht testet die Prüfmuster seiner Fabrikate in strengen innerbetrieblichen Qualitätskontrollen nach DIN ISO 9001:2000 auf Materialgüte, Härtegrade, Toleranzen, Befettung und Geräuschverhalten. Einen wesentlichen Teil des Prüfumfangs stellt die nach FAG-Vorgaben erfolgende Körperschallprüfung dar. Hier werden mit 3 s Laufzeit bei 1800 min-1 die Lager auf ihr Geräuschverhalten untersucht.

Die Messung umfasst eine Breitbandprüfung über drei Frequenzbänder, bei der hoch-, mittel- und niederfrequente Schwingungen zur Ermittlung der dynamischen Impulse aufgezeichnet werden. Damit lassen sich Ungenauigkeiten und Mängel wie schlecht gehonte Laufbahnen und Welligkeiten feststellen. Hinzu kommt eine über acht Frequenzbänder verlaufende Hüllkurvendemodulation, um sich wiederholende Stoßimpulse zu erkennen, die auf punktuelle Verarbeitungsfehler bei Wälzkörpern oder Laufbahnen hindeuten.

Auf Anfrage veranlasst Hecht auch Lebensdauerprüfungen. Dabei setzt das Unternehmen den Prüfling einer Dauerbelastung aus, die auf die faktische Betriebszeit umgerechnet wurde. Anschließend wird er komplett demontiert und auf Verschleiß untersucht. Bei Extrembelastungen oder für Lager, die eine ausgesprochen hohe Langlebigkeit aufweisen müssen, werden Härtetests unter maximalem Lastfall durchgeführt. Durch Vergleichstests mit teuren Referenzprodukten sollen sich kostenoptimierte Alternativen mit den gleichen Qualitäts- und Leistungsmerkmalen bestimmen lassen. (lb)

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