Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) WAAM-Verfahren in Siemens-NX-Software integriert

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft haben Gefertec und Siemens das NX-CAM-Modul „Multi Axis Deposition“ erweitert, um die CAM-Bearbeitung von WAAM-Anwendungen effizient durchführen zu können. Somit ist zukünftig die komplette CAD/CAM-Bearbeitung in der NX-Software von Siemens möglich.

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Die Wire Arc Additive Manufacturing-Technologie erfordert als mehrdimensionale Direct Energy Deposition(DED)-Technologie spezielle Funktionalitäten und Routinen für die Bahnplanung.
Die Wire Arc Additive Manufacturing-Technologie erfordert als mehrdimensionale Direct Energy Deposition(DED)-Technologie spezielle Funktionalitäten und Routinen für die Bahnplanung.
(Bild: D. Quitter / VCG)

Laut Gefertec profitieren WAAM-Produktionssystem-Anwender durch die NX-Integration von einer durchgängigen digitalen Prozesskette: von der Bauteilaufbereitung über die AM-Programmierung, CNC-Nachbearbeitung bis hin zur Qualitätskontrolle inklusive voll integrierter PLM-, ERP- und MES-Funktionalitäten.

Wir sind davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit nicht nur das Potenzial von WAAM für industrielle Kunden einfacher zugänglich machen kann, sondern es auch ermöglicht, das technische und kommerzielle Potenzial der Technologie besser und schneller zu erschließen

Tobias Krümberg, Geschäftsführer Gefertec

Kostenreduktion und hohe Verfügbarkeit

Der robuste Schutzgasschweißprozess, die hohen Aufbauraten und die einfache Handhabung von Draht als Ausgangsstoff machen das WAAM-Verfahren interessant für die Fertigung mittelgroßer bis großer Bauteile. Der Fokus der WAAM-Technologie liegt, im Gegensatz zu anderen AM-Verfahren, auf Kostenreduktion und hoher Verfügbarkeit. Nach Angaben von Gefertec wurden Ersatz- oder Bauteile in Kleinserien in den Industrien Öl & Gas, Maritim, Maschinen- und Anlagenbau, Transport sowie Luft- und Raumfahrt bereits erfolgreich von konventioneller Fertigung auf WAAM mit umgestellt. Darüber hinaus sei die Fertigung ressourcenschonender durch deutlich geringeren Materialverbrauch.

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