Schraubwerkzeug

Von Druckluft- auf Elektrowerkzeug: Montage von Baumaschinen verschlanken

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Viel umfangreichere Schraubdatenerfassung

Die Schraubfälle bei Kubota in Zweibrücken werden in der japanischen Konstruktionsabteilung von Kubota klassifiziert und decken sich von der Nomenklatur mit der VDI/VDE-Richtlinie, tragen dabei nur andere Buchstaben. Die sicherheitskritischen Schraubverbindungen, die in der Norm in die Risikoklasse A fallen, werden bei Kubota deshalb mit dem Buchstaben S bezeichnet. Den funktionskritischen Verschraubungen, in der VDI-Richtlinie die Risikoklasse B, hat Kubota das Kürzel A zugeordnet. Und die laut VDI unkritischen Klasse-C-Schraubverbindungen (früher als kundenkritisch bezeichnet) finden sich bei Kubota in der Klasse B.

Unkritische Schraubstellen gibt es an Baggern deutlich mehr als an den Radladern, wie man weiter erfährt. Dafür fänden sich bei Radladern je nach Modell und Ausstattung derzeit etwa 24 überwachte Schraubfälle – das Doppelte wie bei den Baggern. Diese 24 beziehungsweise 12 Schraubfälle sind allesamt kritisch und werden sicherheitshalber elektronisch überwacht. Weil ein Anspruch bei Kubota heißt, dass alle Geräte IT-kommunikationsfähig sein müssen, können weit mehr Daten erfasst und Parameter überwacht werden als bei anderen Herstellern. Desoutter lag deshalb auch wegen der über Open Protocol möglichen, flexiblen Kommunikation im Vergleich zum Wettbewerb ganz vorn im Rennen.

Langfristig will sich Kubota, was die Auslegung und Prüfung der Werkzeuge sowie die Weiterzugsmessungen angeht, aber an der VDI orientieren. Dies geschehe parallel zur Umstellung der Druckluft- und Impulsschraubtechnik auf eine gesteuerte Schraubtechnik. Die S-Klasse-Verschraubungen seien bereits umgestellt. Das wird gemacht, um der Gewohnheit der Kunden zu genügen.

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Gesteuerte Schraubsysteme vermeiden Fehler

An den Montagestationen, an denen schon mit gesteuerten Schraubsysteme von Desoutter gearbeitet wird, ist die Fehlerquote sehr deutlich zurückgegangen, betont der Fertigungsexperte. So komme es inzwischen nicht mehr vor, dass eine Schraube vergessen werde. Auch Probleme mit überdrehten Schrauben oder zu niedrigen Drehmomenten seien passé. Die konstruktiv vorgegebenen Toleranzbereiche würden damit sehr gut eingehalten. Vor allem aber kann Kubota jetzt die Schraubdaten auch Jahre später noch analysieren. Die Implementierung in das bestehende System sei sehr positiv verlaufen. Die Werker kennen das System und schätzen die Ergonomie und die Software ist hervorragend angebunden, merkt Weber dazu an. Die Desoutter-Steuerung harmoniere mit der Kubota-IT einwandfrei.

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