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Anschlusstechnik Von der Jukebox zur Integrated Industry

In den 50er-Jahren fertigte Harting Jukeboxen für den Gaststättenbetrieb. Daran erinnern heute nur noch Ausstellungsstücke im hauseigenen Schulungs- und Präsentationscenter. Heute forscht der Experte in Sachen Verbindungs-, Übertragungs- und Netzwerktechnik an den Herausforderungen der Integrated Industry. Digitalisierte Einzelkomponenten und deren Vernetzung zu einem gesamten Prozess stehen im Fokus. Dazu zeigt Harting den HAII4You-Demonstrator auf der Hannover Messe 2015.

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In den 50er-Jahren fertigte Harting unter dem damaligen Firmennamen Wilhelm Harting Mechanischen Werkstätten Musikboxen und andere Gaststätten-Ausstattung. Heute ist der Weltkonzert in den Bereichen elektrische, elektronische und optische Verbindungs-, Übertragungs- und Netzwerktechnik, Fertigung, Mechatronik und Software-Erstellung tätig und feiert im Jahr 2015 sein 70-jähriges Bestehen.
In den 50er-Jahren fertigte Harting unter dem damaligen Firmennamen Wilhelm Harting Mechanischen Werkstätten Musikboxen und andere Gaststätten-Ausstattung. Heute ist der Weltkonzert in den Bereichen elektrische, elektronische und optische Verbindungs-, Übertragungs- und Netzwerktechnik, Fertigung, Mechatronik und Software-Erstellung tätig und feiert im Jahr 2015 sein 70-jähriges Bestehen.
(Bild: S. Häuslein/konstruktionspraxis)

„Der durch die Integrated Industry beschleunigte Veränderungsprozess in der Produktion wird signifikante Auswirkungen auf nahezu alle Industrieunternehmen haben – ob Kleinunternehmen, Mittelständler oder Großkonzerne.“ Dies sagte Philip Harting, Vorstand Connectivity & Networks und persönlich haftender Gesellschafter, in seinem Vortrag im Vorfeld der diesjährigen Hannover Messe. „Wir sind Wegbereiter des technologischen Wandels. Wir begleiten unsere Kunden und bieten ihnen maßgeschneiderte Lösungen für die Integrated Industry“, sagte Harting weiter. Daher wird auch die Hannover Messe 2015 bei Harting ganz im Zeichen der Integrated Industry stehen.

Digitalisierte Produkte vernetzen und neue Dienstleistungen generieren

Harting entwickelt und vermarkte Lösungen auf allen Ebenen des Hauses der Integrated Industry. „Schwerpunkt des Geschäfts bleiben jedoch unsere Hardware-Lösungen, die entsprechend dem Kundenbedarf systemfähig gemacht werden“, wie Uwe Gräff, Geschäftsführer Marketing, Vertrieb und Entwicklung Harting Electric sowie Geschäftsführer Entwicklung Harting Electronics, erläuterte.

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An welchen neuen technischen Entwicklungen das Espelkamper Familienunternehmen derzeit forscht, zeigte Dr. Frank Brode, Vorstand Neue Technologien, in seiner Präsentation auf. „Die Digitalisierung unserer Produkte, ihre Vernetzung und die darauf basierende Generierung neuer Serviceangebote sind unser Verständnis vom Internet der Dinge und Dienstleistungen“, sagte er dazu. So offeriert das Unternehmen beispielsweise umfassende Simulationsdienstleistungen, um die Entwicklungszeiten zu verkürzen.

RFID für die Integrated Industry

Claus Hilger, Geschäftsführer Harting IT Services, verdeutlichte in seinem Vortrag, dass Harting bei der Integrated Industry Lösungen aus einer Hand bietet – von SAP bis hinunter zur Maschine. Dabei beschrieb er drei Standpunkte des Unternehmens:

  • die Einzelkomponente digital veredeln,
  • einzelne Produkte für ganze Prozesssysteme nutzen und vernetzen,
  • Software und Service dazu bereitstellen.

Zudem gab er einen ersten Ausblick auf den neuen Integrated Industry Baukasten. Damit können Kunden Produkte konfigurieren und auch Hard- und Software eigenständig erweitern. Dr. Jan Regtmeier, Produktmanager RFID, zeigte die vielfältigen Möglichkeiten von RFID auf. Steckverbinder und Kabelkonfektionen lassen sich heute leicht mit RFID-Transpondern ausrüsten, um Informationen und Daten der realen Produktion mit der virtuellen Welt zu verknüpfen. Im Gegensatz zu QR-Codes sind die Daten jederzeit veränderbar, können direkt am Gerät oder in der Datenbank gespeichert werden und die Lesereichweite beträgt bis zu 15 m. Transponder können in jegliche Materialien eingebaut werden. „Die Integrated Industry wird es nur mit RFID und Harting geben“, gab sich Dr. Regtmeier zuversichtlich.

Selbst bei über 200 km/h ist die zuverlässige Identifikation des RFID-Tags möglich. Dies hat Harting im RFID-High-Speed-Test gezeigt.

Menschen in die vernetzte Industrie einbinden

Welche Auswirkungen die Integrated Industry auf den Produktionsprozess und den Faktor Mensch haben werden, zeigte Torsten Ratzmann, Vorstand Produktion und Logistik, auf. „Die Arbeitsinhalte werden auch in Zukunft geprägt von hoher Komplexität, Kundenindividualität und unregelmäßiger Wiederholbarkeit sein“, sagte Ratzmann. Die Anforderungen an die zeitliche, inhaltliche und räumliche Flexibilität der Mitarbeitenden werden signifikant steigen, so Ratzmann weiter. Diese Entwicklungen muss ein Unternehmen heute berücksichtigen, wenn es weiterhin operative Spitzenleistungen – also Top-Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen bei schlanken und effizienten Prozessen – erbringen und somit zukunftsfähig sein will. (sh)

Hannover Messe 2015: Halle 11, Stand C13

(ID:43230248)