Autonomes Fahren

Vollautomatisierte und fahrerlose Parkfunktion erhält Zulassung

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

...steuern das Fahrzeug.
...steuern das Fahrzeug. (Bild: Bosch)

Für das automatisierte Parksystem im Parkhaus des Mercedes-Benz-Museums in Stuttgart haben Bosch und Daimler die Freigabe der zuständigen Behörden in Baden-Württemberg erhalten.

Selbst einparken war gestern. Im Jahr 2015 haben Bosch und Daimler die Entwicklung des vollautomatisierten und fahrerlosen Parkens auf den Weg gebracht. Seit zwei Jahren wird das Automated Valet Parking im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums getestet, seit 2018 können die Besucher des Museums den Parkservice im Beisein von Sicherheitspersonal selbst ausprobieren und ihre Erfahrungen teilen.

Mit der Freigabe durch die Behörden erreichen Bosch und Daimler nun einen Meilenstein: In Kürze können Interessierte den Vorfahr- und Einparkservice im Alltagsbetrieb des Parkhauses ohne weitere Überwachung durch einen Sicherheitsfahrer nutzen. „Fahrerloses Fahren und Parken sind wichtige Bausteine künftiger Mobilität. Mit dem automatisierten Parksystem wird deutlich, wie weit wir auf diesem Entwicklungspfad bereits gekommen sind“, sagt Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH.

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28.07.17 - Selbst parken war gestern: Gemeinsam haben Bosch und Daimler im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart das fahrerlose Parken in einem Pilot-Projekt realisiert. Per Smartphone-Befehl fahren Autos fahrerlos in den zugewiesenen Stellplatz. Museumsgäste können den Service ab Anfang 2018 nutzen. lesen

Auto per Smartphone-Klick zum Parken schicken

Doch wie funktioniert das automatisierte Parksystem? Ins Parkhaus fahren, aussteigen und das Auto per Klick auf das Smartphone zum Parken schicken – der automatisierte Parkservice kommt ganz ohne den Fahrer aus. Während dieser das Parkhaus bereits verlassen und sich anderen Dingen widmen kann, fährt das Auto selbstständig zu einem zugewiesenen Stellplatz und parkt ein. Genauso kommt das Auto auf Wunsch auch wieder vorgefahren. Dabei spielt die intelligente Parkhaus-Infrastruktur von Bosch mit der Fahrzeugtechnik von Mercedes-Benz zusammen. Bosch-Sensoren im Parkhaus überwachen den Fahrkorridor sowie dessen Umfeld und liefern die Informationen für die Steuerung des Fahrzeugs. Die Technik im Auto setzt die Befehle der Infrastruktur in Fahrmanöver um. Auf diese Weise können die Autos auch eigenständig Rampen hoch- und herunterfahren und innerhalb des Parkhauses Stockwerke wechseln. Erkennen die Infrastruktursensoren ein Hindernis, stoppt das Fahrzeug unverzüglich.

Mit der Zulassung der zuständigen Behörde zählt das automatisierte Parksystem laut Bosch zur weltweit ersten behördlich für den Alltagsbetrieb zugelassenen vollautomatisierten und fahrerlosen Parkfunktion nach SAE Level 4 1. Bestandsparkhäuser können mit der Infrastruktur-Technik nachgerüstet werden. Für den Parkhausbetreiber bedeutet das fahrerlose Parken eine effizientere Parkraumnutzung: Bis zu 20 Prozent mehr Fahrzeuge passen auf die gleiche Fläche.

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Durch eine Kooperation von Bosch und dem Fahrzeughersteller e.GO hält Automated Valet Parking seit 2018 auch im Bereich elektrisch angetriebener Fahrzeuge Einzug. Dafür wurde die Infrastruktur im neu errichteten Parkhaus auf dem Campus der RWTH Aachen von Bosch ausgebaut. Die bis zu zwölf e.GO Life Elektrofahrzeuge für den automatisierten Parkservice hat im ersten Schritt e.GO bereitgestellt. Im Aachener Parkhaus soll damit durch die Kombination kleiner Elektrofahrzeuge und der Technologie von Bosch eine verbesserte Parkraumauslastung erreicht werden.

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