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Konstruktion Vier Neuheiten im Software-Bereich

| Redakteur: Lilli Bähr

Von einer neuen Simulationstechnologie für die additive Fertigung bis hin zum Berechnungstool für Ritzel-Zahnstangentriebe – wir stellen Ihnen vier Neuheiten aus dem Software-Bereich für die Konstruktion vor.

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Die AM-Path-Optimizer-Technologie von Siemens soll Kunden bei der Lösung von Überhitzungsproblemen helfen und dazu beitragen, Ausschuss zu reduzieren sowie die Produktionsleistung zu erhöhen.
Die AM-Path-Optimizer-Technologie von Siemens soll Kunden bei der Lösung von Überhitzungsproblemen helfen und dazu beitragen, Ausschuss zu reduzieren sowie die Produktionsleistung zu erhöhen.
(Bild: Siemens)

1. Überhitzungsprobleme lösen

Siemens stellt den Additive-Manufacturing-Path-Optimizer vor, eine Beta-Technologie, die in die NX-Software integriert ist. Sie soll Kunden bei der Lösung von Überhitzungsproblemen helfen und dazu beitragen, Ausschuss zu reduzieren sowie die Produktionsleistung zu erhöhen. Das Unternehmen hat diese Simulationstechnologie entwickelt, um die Produktionserträge und Qualität von Komponenten zu maximieren, die im Pulverbett-Schmelzverfahren hergestellt werden. Der AM-Path-Optimizer soll Fehler beheben, die durch suboptimale Scanstrategien und Prozessparameter verursacht wurden. Diese können zu systematischen Ausfällen durch Überhitzung führen.

Alle Neuheiten im Überblick:

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2. Nahtlose Interoperabilität des Engineering-Workflows

Ansys und Autodesk gehen den nächsten Schritt in ihrer Partnerschaft und machen nahtlose Interoperabilität zwischen ihren Produkten möglich. Dadurch sollen Ingenieure noch agiler und kooperativer arbeiten sowie die Entwicklungen und Produktion effizienter gestalten können. Die Kooperation verbindet die integrierte Design- und Fertigungs-Software Autodesk-Fusion-360 mit der Simulationslösung Ansys Mechanical, um die Markteinführung von Produkten zu beschleunigen. Die Zusammenarbeit bricht den Angaben zufolge Silos im Produktentwicklungsprozess auf, indem sie einen vernetzten und interoperablen Workflow zwischen Entwicklern und Analysten ermöglicht. Die Ergebnisse aus Fusion 360 stehen dadurch automatisch in Ansys Mechanical zur Verfügung.

Dieser offene System-Workflow soll die Effizienz in aktuell bestehenden manuellen Prozessen verbessern und kann kombiniert werden, um neue automatisierte Prozesse zu verbessern, wie z.B. generative Gestaltung sowie die Markteinführungszeit und die einfache Zusammenarbeit mehrerer Entwicklungsteams. Durch eine offene und nahtlose Workflow-Interoperabilität über Engineering-Tools hinweg verbessern Unternehmen die Effizienz und beschleunigen die Produktion.

3. Schraubrad mit Zahnstange

Bei Fahrzeugen wird die Übertragung vom Steuerrad auf die Lenkung der Räder häufig durch einen Ritzel-Zahnstangentrieb ausgeführt. Wegen Einbaubedingung im Fahrzeug muss der Achswinkel zwischen Ritzel und Zahnstange meistens angepasst werden, wodurch sich eine Schraubradpaarung ergibt.

Seit dem Kisssoft-Release 2019 (Modul ZE7) ist es möglich, die Paarung Schraubrad mit Zahnstange zu berechnen. Damit kann die Festigkeit, Lebensdauer, Gleitgeschwindigkeiten und Wirkungsgrad eines solchen Antriebs bestimmt werden. In einer 3D-Darstellung mit Dünnwandmodel kann die Paarung gewälzt und das Tragbild kontrolliert werden.

4. Neue Funktionen für den Spritzguss

Simpatec hat die Simulationsmöglichkeiten für das Spritzgießen in Moldex-3D R17 weiterentwickelt. Die Neuheiten beinhalten noch umfassendere und realistischere Simulationen sowie neue Funktionen, unter anderem:

  • Fluidunterstütztes Spritzgießen jetzt mit Push-Back-Simulation
  • Assistent für Temperiergeräte
  • Berücksichtigung des Expansionsverhältnis bei der chemischen PU-Schaumanalyse

Die aktuelle Version von Moldex-3D R17 soll laut Hersteller den Entscheidungsprozess beschleunigen und zudem zuverlässige, präzise Ergebnisse liefern. Konstrukteure und Werkzeughersteller könnten somit ihre tägliche Arbeit noch effizienter bewältigen.

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