Additive Fertigung Ultimaker will sein Ökosystem ausbauen

Autor: Simone Käfer

Seit Januar 2021 ist Jürgen von Hollen CEO des 3D-Desktopdrucker-Herstellers Ultimaker. Er will die Additive Fertigung vereinfachen, seine Kunden flexibler machen und das Ultimaker-Ökossystem ausbauen.

„Die Additive Fertigung ist komplex“, sag Jürgen von Hollen, CEO von Ultimaker.
„Die Additive Fertigung ist komplex“, sag Jürgen von Hollen, CEO von Ultimaker.
(Bild: Ultimaker)

„Die Additive Fertigung ist komplex. Wir Hersteller haben unseren Kunden den Prozess nicht einfach gemacht.“ Mit diesen Sätzen spricht Jürgen von Hollen, CEO von Ultimaker, wohl vielen Anwendern aus der Seele. Er weiß auch, wo das Problem liegt: Die AM-Hersteller (additive manufacturing) haben die Prozesse kompliziert gestaltet, zu viele Verfahren in den Markt gebracht und ihre Anwender nicht abgeholt. Das will von Hollen nun ändern.

Die 3D-Desktopdrucker von Ultimaker waren von Anfang an offene Systeme, bei denen Materialien vieler Werkstoffhersteller einsetzbar sind. Stetig kamen neue Materialien dazu. Laut von Hollen soll dieses Vorgehen intensiviert und ausgebaut werden. Er spricht von einem Ökosystem mit vielen Partnern aus allen Bereichen der AM-Prozesskette. Eine große Auswahl an Materialien, aufeinander abgestimmte Prozessschritte sowie Schulungen und Support sind eine gute Grundlage. Aber der CEO sieht noch eine anderes Problem der AM-Hersteller: „Wir denken von der technischen Sicht her und wollen unsere Maschinen verkaufen. Aber unsere Kunden suchen keinen 3D-Drucker, sondern eine Lösung.“

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 Simone Käfer

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Redakteurin für Additive Fertigung