3D-Druck Ultimaker kürt originellste 3D-Druck-Projekte 2020

Wie sich 3D-Druck in Entwicklung und Fertigung nutzen lässt und welche Projekte dazu beitragen die Drucktechnologie weiter zu etablieren, zeigt die Innovators List von Ultimaker. Das Unternehmen würdigt damit die originellsten 3D-Druck-Projekte des Jahres 2020.

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Der Kosmetikhersteller L’Oreal verwendet den 3D-Druck u.a. für das Rapid Prototyping von Produktverpackungen. Außerdem druckt das Unternehmen seit Beginn der Corona-Pandemie Schutzmasken.
Der Kosmetikhersteller L’Oreal verwendet den 3D-Druck u.a. für das Rapid Prototyping von Produktverpackungen. Außerdem druckt das Unternehmen seit Beginn der Corona-Pandemie Schutzmasken.
(Bild: L'Oreal/Ultimaker)

Ultimaker, Anbieter von 3D-Drucker-Lösungen sowie Software und Materialien, hat erstmals seine sogenannte Innovators List vorgestellt. Diese würdigt die originellsten, bahnbrechendsten und inspirierendsten Anwendungen des 3D-Drucks in Wirtschaft und Industrie im Jahr 2020.

26 Unternehmen und die jeweils verantwortlichen Personen aus acht Ländern werden aufgelistet, die den 3D-Druck nutzen, um die Art und Weise zu verändern, wie Menschen arbeiten, denken und leben. Die Projekte umfassen den Druck von Gesichtsmasken, die Herstellung bionischer Prothesen bis hin zu Motorradteilen und maßgeschneiderter Wäsche.

Vertreten sind auch vier deutsche Projekte:

  • Igus GmbH, Köln
  • BASF Forward AM, Heidelberg
  • Lehvoss Gruppe, Hamburg
  • Schubert Additive Solutions GmbH, Crailsheim
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Von Materialauswahl bis Druck-on-demand-Service

Bei Igus geht es um die Materialauswahl, die auch beim 3D-Druck eine der wichtigsten Überlegungen für einen Ingenieur in der Produktentwicklung darstellt. Niklas Eutebach, Entwicklungsingenieur für Additive-Manufacturing bei der Igus GmbH stellt fest: „Wir werden nicht ruhen, bis jedes erdenkliche Material 3D-gedruckt werden kann – Kunststoffe, Metalle, Keramik, Verbundstoffe, Fasern, Beton, organisches Gewebe, Fleisch, Mondstaub. Unsere neueste Entwicklung sind 'Motion Plastics'“. Diese Materialien sind anderen Kunststoffen, die im 3D-Druck verwendet werden, in ihrer Verschleißfestigkeit überlegen. Sie werden als Funktionsteile in sich bewegenden Anwendungen eingesetzt und können oft Metallkomponenten ersetzen, was das Gewicht und die Notwendigkeit einer zusätzlichen Schmierung reduziert.

Beim deutschen Chemieunternehmen BASF arbeitet Tobias Rödlmeier an Metall-FFF-(Fused-Filament-Fabrication-)Projekten. Das Team denkt das Design neu und schafft Werkzeuge, die einzigartige, bisher unmögliche Ergebnisse hervorbringen. „Die nachhaltigsten Erfolge und Vorteile für die Kunden werden erzielt, wenn interdisziplinäre und unternehmensübergreifende Teams zusammenarbeiten", sagt Rödlmeier.

Die Lehvoss Gruppe hat den 3D-Druckprozess in der Kombination von Luvocom-3F-Filamentund Ultimaker-Drucker durch den TÜV Süd zertifizieren lassen. Dies beinhaltet die Materialeigenschaften, die Prüfkörperherstellung – inklusive der Abmessungstoleranzen, die Herstellung des Filamentes und den Druckprozess. Weiterhin wurden die Emissionen während des Druckvorgangs gemessen. In allen Punkten erfüllt der Druckprozess die von TÜV Süd erstellten Anforderungen. Die Prüfgrundlage „Reproduzierbarer 3DP-Bauprozess“ referenziert existierende und entstehende 3D-Druck-Standards. Damit sind das geprüfte Luvocom 3F Paht 9825 NT, ein unverstärktes Hochleistungs-Polyamid, und der Ultimaker S5 Pro Bundle, das weltweit erste von TÜV Süd zertifizierte System im Bereich Fused Filament Fabrication (FFF).

Ein digitales Lager mit Druck-on-demand-Service bietet die Schubert Additive Solutions GmbH. Das Unternehmen identifiziert die Teile in der Produktion, die sich für die 3D-Fertigung eignen und konstruieren sie bis zu einem zertifizierten Druckjob. Auf der Part-Streaming-Plattform warten die digital gelagerten Ersatzteile, Werkzeuge und Betriebsmittel dann auf den Druckbefehl.

Internationale 3D-Druck-Projekte

All diese Projekte und das Engagement für den 3D-Druck ehrt Ultimaker im Rahmen der Innovators List. Auch die internationalen Projekte können sich sehen lassen – zum Beispiel von Kawasaki oder L’Oreal.

Der Motorradhersteller nutzt 3D-Druck um schnell Ersatzteile zu drucken und die Maschinen für die Fahrer anzupassen. Der Kosmetikhersteller L’Oreal hingegen druckt seit Beginn der Pandemie Schutzmasken und verwendet den 3D-Druck darüber hinaus für das Rapid Prototyping von Produktverpackungen.

Alle Projekte, Personen und Unternehmen dazu, die es auf die Innovators List 2020 von Ultimaker geschafft haben, finden Sie hier.

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