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Bei dezentralen Safety-Komponenten auf die Schutzklasse achten
Die Sicherheitskomponenten einer Maschine erbringen die gleiche Leistung und Funktionalität unabhängig davon, ob sie in einem Schaltschrank oder an der Maschine montiert sind. On-Machine-Sicherheitskomponenten erfüllen ebenso wie schaltschrankbasierte Komponenten dieselben strengen Sicherheitsstandards, um den Compliance-Anforderungen von heute gerecht zu werden.
Einen Unterschied müssen Maschinenbauer jedoch in Betracht ziehen: die Schutzklasse der On-Machine-Komponenten. Da sich die Komponenten außerhalb eines geschützten Schaltschrankgehäuses befinden und rauen Fertigungsbedingungen ausgesetzt sind, sollten nur Komponenten mit der entsprechenden Schutzklasse bezüglich Temperatur, Feuchtigkeit, Stoß, Vibration und Eindringen von Fremdkörpern für den Einsatz an der Maschine verwendet werden.
Dies im Blick kann On-Machine-Sicherheit problemlos in ein größeres Sicherheitskonzept integriert werden. Rockwell Automation Automation empfiehlt einen Life-Cycle-Ansatz zur Umsetzung funktionaler Sicherheit, um über die gesamte Lebensdauer hinweg das Maschinenrisiko systematisch bewerten und reduzieren zu können. Dazu gehören folgende fünf Schritte:
- 1. Gefahren- oder Risikobeurteilung durchführen
- 2. Systemanforderungen für die funktionale Sicherheit bestimmen
- 3. System entwerfen und überprüfen
- 4. System installieren und validieren
- 5. System instand halten und verbessern
Während dieses Prozesses ist es wichtig, alle möglichen Auswirkungen eines Sicherheitssystems auf das Design und die Funktionalität der Maschine zu erkennen und zu bewerten. Sicherheitskomponenten können die Komplexität des gesamten Maschinendesigns erhöhen und haben vielfältige Auswirkungen auf die Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Das betrifft den täglichen Betrieb der Maschine sowie die Einrichtung, Instandhaltung, Reinigung und sicherheitsbedingte Ausfallzeiten.
Das genaue Verständnis für dieses besondere Zusammenspiel ist die Grundlage zur Identifizierung der zahlreichen Möglichkeiten zur Wertschöpfung durch den Einsatz von On-Machine-Sicherheit. Indem beispielsweise der Bedarf an Sicherheits-E/A-Schaltschränken entfällt und die Verdrahtungsanforderungen geringer werden, reduziert sich die Systemkomplexität und der damit erforderliche Instandhaltungsaufwand.
Einfache Safety-Lösungen sind stark im Kommen
Sicherheitssteuerungen und -komponenten näher an die Maschine zu bringen, bietet viele unbestreitbare Vorteile: Maschinenbauer können die Produkteinführungszeit wesentlich verkürzen und herstellende Unternehmen stehen weniger komplexe Maschinen zur Verfügung, die leicht zu installieren, instand zu halten und nachzurüsten sind. Diese Vorteile gewinnen noch stärker an Gewicht, wenn auch weiterhin mehr Geräte in ein Netzwerk integriert und gleichzeitig die damit verbundenen steigenden Verdrahtungsanforderungen und die Komplexität des Gesamtsystems auf ein Minimum begrenzt werden. (ud)
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