Doppelkupplung Trockene Doppelkupplung spart Kraftstoff und Gewicht

Redakteur: Stefanie Michel

Um Kraftstoffverbrauch und Emissionen zu senken und dabei den gesteigerten Anforderungen an Sicherheit, Komfort und Fahrdynamik gerecht zu werden, setzen mehr und mehr Automobilhersteller die trockener Doppelkupplung (DK) LuK DK von Schaeffler ein. Sie eignet sich für automatisierte und hybridisierte Getriebe bis in den mittleren Drehmomentbereich.

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Die Doppelkupplung von LuK verbindet den Komfort bislang herkömmlicher Planetenautomaten mit den Effizienzvorteilen von Handschaltgetrieben. Als zentrales Element des Doppelkupplungsgetriebes trägt sie laut Hersteller maßgeblich dazu bei, das lästige „Nicken“ der Fahrzeuginsassen beim Gangwechsel zu einem Phänomen der Vergangenheit zu machen.

Das Arbeitsprinzip der Doppelkupplung ist einfach: Sie besteht aus zwei Kupplungen, die auf zwei unterschiedlichen Antriebswellen angeordnet sind. Eine Kupplung bedient die ungeraden Gänge, während die zweite das Trennen und Verbinden der geraden Gangräder sowie des Rückwärtsgangs steuert. So ist beispielsweise während eines Beschleunigungsvorgangs im zweiten Gang die dritte Gangstufe im anderen Teilgetriebe bereits vorgewählt: Dadurch erfolgen die Gangwechsel praktisch mit der Geschwindigkeit eines Wimpernschlags; schnell, sportlich und ohne Zugkraftunterbrechung. Die Steuerung erfolgt elektronisch, die Umsetzung durch hydraulische Aktoren.

Kraftschluss der Doppelkupplung über Reibbeläge der Kupplungsscheiben

Im Vergleich zu ebenfalls bekannten „nassen“ Doppelkupplungslösungen ist die LuK-Doppelkupplung als sogenannte „trockene“ Kupplung ausgeführt. Während bei der nassen Variante Drehmoment über in Öl laufende Lamellen übertragen wird, erfolgt der Kraftschluss bei der trockenen Doppelkupplung über Reibbeläge der Kupplungsscheiben.

Durch den Wegfall hydraulischer Unterstützungssysteme und den hohen Wirkungsgrad der trockenen Kupplung können signifikante Kraftstoffeinsparungen von mehr als zehn Prozent gegenüber der nassen Kupplung und bis zu sechs Prozent im Vergleich zum Handschaltgetriebe realisiert werden. Das CO2-Einsparpotential liegt zwischen zwölf und 18 Prozent im Vergleich zu konventionellen Automatikgetrieben.

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