Nachhaltigkeit Trigalight nimmt Tritium-Recyclinganlage in Betrieb

Von Sebastian Hofmann

Der Schweizer Leuchttechnikanbieter Trigalight hat eigenen Angaben zufolge die weltweit erste Tritium-Recyclinganlage installiert. Sie kann bis zu 90 Prozent des Stoffes zurückgewinnen.

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Die neue Tritium-Recyclinganlage von Trigalight in der Schweiz.
Die neue Tritium-Recyclinganlage von Trigalight in der Schweiz.
(Bild: Trigalight)

Tritium (auch: „überschwerer Wasserstoff“) ist ein Isotop des Wasserstoffs. Als Leuchtmittel wird es zum Beispiel auf feine Uhrenkomponenten wie Zeiger, Indizes und Lünetten aufgetragen – so auch bei den Produkten von Trigalight.

Die Funktionsweise der neuen Recycling-Anlage lässt sich mit der Reinigung von Abwasser vergleichen: Das Tritium wird aus den Glaskapillaren alter Produkte oder von Reststücken aus der Fertigung extrahiert und mittels eines Filters freigesetzt. Schließlich kann es vollständig wiederverwendet werden. Dabei ist die Reinheit des recycelten Gases Trigalight zufolge mit der von neu eingekauftem Tritium identisch. Es gebe keine Qualitätseinbußen.

Für Trigalight ist die Inbetriebnahme der neuen Anlage ein wichtiger Baustein in der unternehmensweiten Nachhaligkeitsstrategie. Allerdings: Aufgrund behördlicher Vorgaben beschränkt sich das Recycling alter Produkte derzeit noch auf die Schweiz. Der Anbieter arbeitet aber daran, die Leistung auch über die Landesgrenzen hinaus zu entwickeln und sie internationalen Kunden anbieten zu können, heißt es von Unternehmensseite.

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