Hydraulischer Antrieb Systemlösung spart Energie und Kosten

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Unter dem Namen „Drive Controlled Pump“ bietet Parker hydraulische Systemlösungen, die exakt auf einen vorgegebenen Maschinenzyklus abgestimmt werden.

Firmen zum Thema

Besonders gute Wirkungsgrade lassen sich durch die Kombination von Konstant- und Verstellpumpe erreichen – hier in Verbindung mit einem Square-Frame-Asynchron-Motor.
Besonders gute Wirkungsgrade lassen sich durch die Kombination von Konstant- und Verstellpumpe erreichen – hier in Verbindung mit einem Square-Frame-Asynchron-Motor.
(Bild: Parker Hannifin)

Die hohe Leistungsdichte und die gute Regelbarkeit machen die Hydraulik nach wie vor zur bevorzugten Antriebsquelle für viele Produktionsprozesse. Insbesondere bei linearen Bewegungen spielt sie ihre spezifischen Vorteile aus. Neben der Leistung und der Robustheit rücken aber auch zunehmend der Energieverbrauch und die Kosteneffizienz in den Fokus der Betreiber. Steigende Energiekosten und wachsende Umweltauflagen erfordern weitere Verbesserungen der Hydraulik, wozu eine grundlegende Modifizierung der bewährten Konstantdrucksysteme notwendig ist. Denn ihr Wirkungsgrad und ihre Effizienz sind bislang durch den gleichbleibenden Druck und die damit verbundene Leistungsanpassung per Ventilsteuerung begrenzt. Deshalb wird in der Industrie intensiv an alternativen Antriebskonzepten geforscht, die nur die benötigte hydraulische Leistung bereitstellen und Verluste vermeiden.

Elektrohydraulische Komplettsystemlösung

Parker setzt mit der Drive Controlled Pump bereits beim Antrieb an und verknüpft erstmals den elektromechanischen Antrieb mit der Hydraulik zu einer elektrohydraulischen Komplettsystemlösung. Für das Unternehmen mit seinen zahlreichen Technologiebereichen steht die Hydraulik nicht in Konkurrenz zur Elektromechanik. Im Gegenteil: Parker nutzt gezielt die Synergieeffekte, die durch technologieübergreifende Antriebslösungen entstehen. Das drehzahlvariable Pumpensystem mit seiner applikationsorientierten Konfiguration bietet ein hohes energetisches Einsparpotenzial, weil es die charakteristischen Eigenschaften der verschiedenen Motor- und Pumpenkonzepte berücksichtigt. Durch die Drehzahlregelung mittels Frequenz- oder Servoumrichter ergeben sich neue Möglichkeiten, sowohl Volumenstrom als auch Druck bedarfsgerecht zu liefern. Dies reduziert die Verluste beim Umwandeln von elektrischer in mechanische Antriebsenergie und steigert die Energieeffizienz des gesamten Antriebs. Die geringeren Verluste senken zudem die erforderliche Kühlleistung, sodass Nutzer der Drive Controlled Pump zweifach sparen.

Bildergalerie

Interview zu diesem Thema mit Dr.-Ing. Gerd Scheffel, Managing Director bei Parker.

(ID:39417760)