Additive Fertigung Studiengang „3D-Druck & Funktionale Oberflächen“ startet

Quelle: HTWK Leipzig 2 min Lesedauer

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Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) etabliert zum Wintersemester 2026/27 einen neuen Studiengang: „3D-Druck & Funktionale Oberflächen“. Der Studiengang soll umfassende Kompetenzen in zwei- und dreidimensionalen, additiven Fertigungsverfahren vermitteln.

Prof. Ingo Reinhold mit einem Beispiel aus der 3D-Druck-Praxis.(Bild:  Anne Schwerin/HTWK Leipzig)
Prof. Ingo Reinhold mit einem Beispiel aus der 3D-Druck-Praxis.
(Bild: Anne Schwerin/HTWK Leipzig)

Smart Materials, Bio Printing und gedruckte Elektronik: Der Bachelorstudiengang zur additiven Fertigung an der HTWK Leipzig soll fit für die Zukunft der industriellen Produktenwicklung machen. „Mit diesem Studiengang schöpfen wir das wahre Potenzial von Drucktechnik aus. Ob mit analogen oder digitalen Verfahren, ob in 2D oder ganz oft hintereinander in 3D – gedruckte Schichten sind heute eine Schlüsselkomponente vieler Produkte in der industriellen Fertigung. Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs verstehen Materialien, können neue Anwendungen entwickeln, die technische Umsetzung im Produktionsprozess realisieren und so die Zukunft der Industrie maßgeblich mitgestalten”, so Prof. Dr. Ingo Reinhold, Studiendekan und Professor für Beschichtungsprozesse.
Im Studium wird der gesamte Prozess von der Konstruktion bis zum finalen 3D-Objekt betrachtet. Die Studierenden lernen, welche Materialien sich kombinieren lassen und wie 3D-Drucker funktionieren, um völlig neue Funktionssysteme und intelligente Anwendungen für 3D-Druck entwickeln zu können.

Buchtipp: Additive Fertigung

(Bild: VCG)

Das Buch "Additive Fertigung" beschreibt Grundlagen und praxisorientierte Methoden für den Einsatz der additiven Fertigung in der Industrie und unterstützt Konstrukteure und Entwickler dabei, additive Verfahren erfolgreich in ihren Unternehmen zu implementieren. 


 

Post-Processing eines 3D-gedruckten Teils.(Bild:  Saskia Pramor/HTWK Leipzig)
Post-Processing eines 3D-gedruckten Teils.
(Bild: Saskia Pramor/HTWK Leipzig)

3D-Druck ist eine Zukunftstechnologie, die dreidimensionale Objekte nicht aus einem Block herausschneidet oder sie in Form gießt, sondern sie Schicht für Schicht aufbaut – daher die Bezeichnung „additive Fertigung“. Der 2D-Druck konzentriert sich hingegen auf die oberste Schicht. Dennoch: Das gleiche beschichtungstechnische Know-how, das beim 3D-Druck zum Einsatz kommt, wird auch für zweidimensionale Anwendungen genutzt, um Oberflächen gezielt zu „funktionalisieren“. Das Grundprinzip ist das präzise Auftragen hauchdünner Schichten, die einem Objekt oder Material völlig neue, entscheidende Eigenschaften verleihen. 

Exzellente Berufsaussichten

Die Absolventen qualifizieren sich als Bachelor of Engineering (B.Eng.) und sind aufgrund der enormen Einsatzbreite von 2D- und 3D-Druckverfahren in der Industrie sehr gefragt.
Mögliche Berufsfelder und Einsatzmöglichkeiten umfassen ein breites Spektrum, darunter:

  • Produktionstechnik & Elektronik (z. B. Serienfertigung, Elektronikbauteile)

  • Life Science & Medizin (z. B. individualisierte, medizinische Produkte, Bio Printing)

  • Smart Materials (z. B. Modifikation von Materialeigenschaften, funktionale Transistoren)

  • Verpackung & Logistik (z. B. Smart Labels, Smart Packaging)

  • Energie & Umwelt (z. B. Solarmodule, Brennstoffzellen)

  • sowie in den Bereichen Forschung & Entwicklung und Anwendungstechnik (Additive Fertigung)

Die Synergie: Warum 3D-Druck und funktionale Oberflächen zusammengehören

Die technologische Brücke zwischen diesen beiden Feldern ist das tiefgreifende beschichtungstechnische Know-how. Neben der Lehre richtet sich die HTWK Leipzig auch in der Forschung weiter in Richtung 3D-Druck aus und eröffnet im Juni 2026 das Additive Multimaterial Manufacturing Lab (AM³) – eine hochmoderne Forschungsumgebung für den 3D-Druck.

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