Relais

Störsignalen zum Trotz halten Spezialrelais die Anlage verfügbar

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Die rund 350 Gasbrenner werden in Baugruppen von je 15 Stück zusammengefasst. Jede Gruppe hat eine autarke Zünd- und Flammenüberwachung. Über hochpolige Leitungen gelangen die Statussignale der Steuerungen über weite Entfernungen zur zentralen Tunnelofen-Steuerung.

Die Gefahr: Das Relais fällt nicht zuverlässig ab

Die Leitungen der bei Keller produzierten Anlagen sind bis zu 250 m lang; die reale Leitungslänge mit Hin- und Rückleiter kann also rund 500 m betragen. Overmeyer: „Im täglichen Betrieb können hier leicht Störspannungen eingekoppelt werden, die im Bereich von einigen 10 V bis zu 100 V liegen.“

Die induzierte Störspannung treibt einen Leckstrom von einigen Milliampère durch die Relaisspule. Meist ist der Leckstrom nicht so hoch, dass er das Relais aus eigener Kraft erregen kann. Allerdings kann die Energie so groß sein, dass ein Relais nicht zuverlässig abfällt, obwohl ein Null-Signal am SPS-Ausgang anliegt. Das Problem tritt nur in Wechselstromkreisen auf.

Laut der „Relais-Norm“ IEC 61810-1 gilt für Relais mit Gleichspannungsspule eine minimale Rückfallspannung von 5 Prozent der Nennspannung, während für Wechselspannungsrelais eine minimale Rückfallspannung von 15 Prozent der Nennspannung festgeschrieben ist. Ein Relais mit einer Nennspannung von 230 V AC muss demzufolge bei einer Eingangs- oder auch Störspannung von bis zu 34,5 V sicher abfallen.

Spezialrelais lösen das Problem

Damit der Betrieb derartiger Applikationen nicht beeinträchtigt wird, hat Phoenix Contact Relaismodule entwickelt, die auch unter extremen Bedingungen zuverlässig arbeiten. Die Komponenten aus der Baureihe PLC-Interface gibt es in verschiedenen Ausführungen für ganz unterschiedliche Applikationen. Bei der Keller H.C.W. GmbH kommt das Relaismodul mit der Bezeichnung „PLC-BSC-230UC/21/SO46“ zum Einsatz.

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