Relais Störsignalen zum Trotz halten Spezialrelais die Anlage verfügbar

Autor / Redakteur: Andreas Wöhrmeier* / Ute Drescher

Die Keller H.C.W. GmbH gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Ziegelei-Anlagen. In den großflächigen Anwendungen mit extrem langen Steuerleitungen können sich leicht Störsignale einkoppeln. Daher setzt Keller zur Statusüberwachung der Brenner spezielle Relaismodule von Phoenix Contact ein.

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Die Keller H.C.W. GmbH - 1894 durch Carl Keller gegründet – zählt zu den weltweit führenden Maschinen- und Anlagenbauern für die keramische und Baustoff-Industrie. Das Unternehmen, das seinen Stammsitz im münsterländischen Ibbenbüren-Laggenbeck hat, plant und baut Maschinen und Anlagen sowie ganze Werke zur Herstellung von Ziegeln und Klinkern aller Art.

Dabei kümmern sich die Mitarbeiter nicht nur um Engineering und Projekt-Management, sondern auch um Abwicklung, Montage, Inbetriebnahme und After-Sales-Service. Seit 2000 gehört der Maschinen- und Anlagenbauer zur französischen Ceric-Gruppe, die wiederum Teil der französischen Gruppe Legris Industries ist. „Ziegel in jeder Form als Baumaterial für Dach, Wand und Boden sind unser Kerngeschäft“, erläutert Dipl.-Ing. Peter Overmeyer, der für die Elektrokonstruktion bei Keller verantwortlich ist.

Lange Wege durch den Tunnelofen bis zum fertigen Ziegel

In einer Ziegelei wird das Rohmaterial Ton zunächst zerkleinert und dann zu Mauer-, Dach- oder Hohlkörperziegeln geformt. Die so genannten Formlinge werden danach in Tunnelöfen gebrannt und die fertigen Ziegel anschließend verpackt und über Zwischenhändler auf die Baustellen geliefert und verbaut.

Die fertig geformten und vorgetrockneten Ziegel durchlaufen auf Tunnelofenwagen einen Tunnelofen. Maximal 350 Gasbrenner säumen den bis zu 200 Meter langen Tunnelofen auf der Decke und - je nach Ziegelerzeugnis - auch an den Seitenwänden.

„Der Ofen muss diese Länge haben“, erläutert Overmeyer, „damit die zu brennenden Ziegel durch verschiedene Temperaturzonen langsam auf die Garbrandtemperatur von bis zu 1200°C gebracht werden können.“ Nach dem Brennen muss der Abkühlvorgang ähnlich verzögert werden wie der Aufheizvorgang, um Schäden und Kleinstrisse in den Ziegeln zu vermeiden. Ein Ziegel benötigt bis zu 40 Stunden zum Durchlaufen des Tunnelofens, die Produktionskapazität liegt bei maximal 25 Tonnen pro Stunde.

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