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Steckverbinder Steckverbinder übertragen Daten sicher in der Bahn

| Redakteur: Juliana Schulze

ODU hat einen innovativen Datensteckverbinder speziell für die schnelle und sichere Datenübertragung in der Bahntechnik entwickelt.

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Durch die einzelnen Stege der Lamelle ergibt sich eine Vielzahl von Kontaktpunkten die eine hohe Kontaktsicherheit gewährleistet. (Bild: ODU)
Durch die einzelnen Stege der Lamelle ergibt sich eine Vielzahl von Kontaktpunkten die eine hohe Kontaktsicherheit gewährleistet. (Bild: ODU)

Die Bahn hat in den vergangenen Jahren in Bereichen wie Kundeninformation/Infotainment, Videoüberwachung und Fahrgastzählung neue hochmoderne Systeme eingeführt, um den Service für die Fahrgäste zu verbessern und die betrieblichen Abläufe effizienter zu gestalten.

Um die vermehrten Kommunikationsaufgaben in den Zügen zu bewältigen, wird Ethernet zur Datenübertragung eingesetzt. Auch das Anforderungsprofil an die Steckverbinder und andere elektromechanische Komponenten, die dort zum Einsatz kommen, hat sich verändert. Bahnkupplungen sind den härtesten Umweltbedingungen ausgesetzt. Vibration, Bremsabrieb, Schmutz und Nässe dürfen ihnen nichts anhaben. Diesen schwierigen Bedingungen müssen auch die eingesetzten Steckverbinder standhalten, denn die Datenübertragung, von Fahrgastinformationen, Entertainment sowie Sicherheitsanlagen zwischen den einzelnen Wagons muss einwandfrei funktionieren. Der Steckerspezialist ODU aus Mühldorf hat einen Steckverbinder der Kategorie 5 für die Übertragung von Datenraten unter schwierigen Unweltbedingungen entwickelt, der diesen Anforderungen gerecht wird.

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Drahtfederkontakttechnologie schafft mehr als 50 000 Steckzyklen

Der Datensteckverbinder überzeugt im Vergleich zu herkömmlichen Entwicklungen vor allem durch sein geringes Gewicht, Beständigkeit, Langlebigkeit sowie durch eine extrem hohe Kontaktsicherheit. Der Datenstecker ist mit der bewährten ODU Drahtfederkontakttechnologie ausgestattet und schafft problemlos deutlich mehr als 50.000 Steckzyklen, für noch höhere Steckzyklen steht zudem eine Schnellwechselkopfausführung zur Verfügung. Eine Übertragungssicherheit unter Vibration und bei Temperaturschwankungen ist zudem durch die Drahtfedertechnologie gegeben.

Die Steckerlösung überträgt Datenraten von bis zu 100 Mbit/s. An einer Steckerversion für Gigabit-Ethernet wird bereits intensiv gearbeitet. Ein EMV Schutz von 360° verhindert, dass die Datenübertragung von äußeren Einflüssen gestört wird.

Mit wenigen Handgriffen an gängige Datenraten-Kabel konfektionieren

Beim Datenstecker werden leichte Materialien eingesetzt, wie beispielsweise Alu für das Gehäuse, die bereits bei den kleinsten Bauteilen Gewicht einsparen. Er besteht zudem aus wenigen Bauteilen, die eine einfache und schnelle Konfektionierung ermöglichen. So kann der Stecker mit wenigen Handgriffen an gängige Datenraten-Kabeln konfektioniert werden. Die Zertifizierung durch GHMT (Testbericht Nr.: P2211a-10-E) runden das neue Stecksystem für den Einsatz unter härtesten Umweltbedingungen ab.

Die neue Steckverbinderlösung wird vor allem in den automatischen Kupplungen der Züge eingesetzt - ein seperates Wagenübergangskabel ist nicht mehr notwendig. Wenn Kupplungen nachträglich mit Datensteckern ausgerüstet werden sollen, entwickelt ODU auch passende Lösungen für den After Sales Markt.

Lamellenkontakt gewährleistet hohe Kontaktsicherheit

Neben dem patentierten ODU Drahtfederkontakt, eignen sich auch die leistungsstarken Lammelenkontakte für den Einsatz in der Bahntechnik. Der Lamellenkontakt besteht aus einer gestanzten Lamelle die in einen gedrehten Träger montiert ist. Durch die einzelnen Stege der Lamelle ergibt sich eine Vielzahl von Kontaktpunkten die eine hohe Kontaktsicherheit gewährleisten und für gute Leiteigenschaften sorgen. Die angepasste Kontaktkraft sorgt für niedrige Steck- und Ziehkräfte um somit für eine lange Lebensdauer mit geringen Verschleißerscheinungen. Bei einem Kontaktdurchmesser von beispielsweise 4 mm ergeben sich beim ODU Lamellenkontakt eine Anzahl von 18 Kontaktpunkten – bei größeren Durchmessern entsprechend mehr. Zudem haben sie einen geringen Kontaktwiderstand und Spannungsabfall, haben eine konstante Stromübertragung ohne Leistungsverlust und sind resistent gegen Vibration. (jus)

* *Bernhard Säckl ist Projektleiter "Strategische Märkte" bei ODU

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