Suchen

Gießen Spezialisten im Kokillenguss

| Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Krause-Präzisions-Kokillenguss fertigt Bauteile für die technische Industrie. Zum Einsatz kommen unterschiedliche Legierungen aus Kupfer, Messing, Aluminium-Bronze und Aluminiumlegierungen.

Firmen zum Thema

Kokillenhälften mit Messinggussteil: Der Pumpendeckel ist Teil einer Kleinpumpe, die zum Temperieren von Maschinen eingesetzt wird.
Kokillenhälften mit Messinggussteil: Der Pumpendeckel ist Teil einer Kleinpumpe, die zum Temperieren von Maschinen eingesetzt wird.
(Bild: Krause-Präzisions-Kokillenguss)

Vom bayerischen Pappenheim aus versorgt das Familienunternehmen Krause-Präzisions-Kokillenguss den internationalen Markt mit Gussteilen aus spezieller Fertigung, ohne die zahlreiche Maschinen weltweit nicht funktionieren würden. Wichtige Bauteile, wie Schalthebel und -gabeln, Halter, Klemmen, Buchsen und Pumpenlaufräder, aber auch Gehäuse und Deckel werden von dem Unternehmen im Kokillengussverfahren hergestellt. Die Gussteile kommen in sämtlichen Industriezweigen zum Einsatz, beispielsweise in der Elektroindustrie, in der Medizin- und Lebensmitteltechnik sowie im Pumpen- und Schiffsbau. Je nach Einsatzbereich werden unterschiedliche Anforderungen an Passgenauigkeit, Oberflächenbeschaffenheit und Festigkeit des jeweiligen Gussteils gestellt. Entsprechend breit ist das Repertoire an Werkstoffen, die sich für das Kokillengussverfahren eignen.

Eigener Formenbau reagiert flexibel

Krause-Präzisions-Kokillenguss fertigt Präzisionsgussteile aus unterschiedlichen Legierungen für namhafte Kunden aus der ganzen Welt, darunter Konzerne wie Siemens und WMF. Dabei setzt das Unternehmen auf die Produktion im Kokillengussverfahren, ein Gießverfahren, bei dem eine Metallschmelze in eine metallische Dauerform, die sogenannte Kokille, gegossen wird. Vor dem eigentlichen Gussvorgang fertigt Krause diese wiederverwendbare Stahlform im Pappenheimer Betrieb. Die Gießerei verfügt über einen modern ausgestatteten Formenbau mit CAD/CAM-Konstruktion. Arbeiten wie Fräsen, Senk- und Drahterodieren, Drehen und Schleifen sind in dem zeitgemäß ausgestatteten Maschinenpark präzise möglich. So bleibt der Betrieb flexibel, kann die Wünsche der Kunden optimal umsetzen und auf Änderungen im Entwicklungsprozess schnell reagieren.

Bildergalerie

Wirtschaftliche Kokillengussfertigung

Beim Kokillenguss werden die Gesetze der Schwerkraft genutzt. Die Kokille bildet einen Hohlraum in der Form des zu produzierenden Gussteils. Sie ist so gefertigt, dass sie von oben mit flüssigem Metall befüllt werden kann. Infolge der Schwerkraft füllt die Schmelze den Hohlraum vollständig aus und erstarrt. Anders als beispielsweise im Sandguss entsteht aufgrund der schnellen Erstarrung beim Kokillenguss ein feinkörniges und dichtes Gefüge, welches optimale Festigkeitseigenschaften aufweist. Ein zusätzlicher Vorteil des Kokillengusses gegenüber vielen anderen Verfahren ist, dass hierbei so gut wie kein Material verloren geht. Ein weiterer Pluspunkt in Sachen Wirtschaftlichkeit: Um den nachträglichen Bearbeitungsaufwand gering zu halten, lassen sich Konturen bereits während des Gießprozesses exakt formen. Auch Durchbrüche und Bohrungen lassen sich durch das Einbringen von Kernen realisieren.

Nach dem Guss wird das fertige Gussteil vom Anguss getrennt und entgratet und je nach Anforderung weiter bearbeitet, zum Beispiel beschichtet oder in der hauseigenen CNC-Fertigung einbaufertig bearbeitet. Hierfür stehen ein moderner Maschinenpark mit CNC-Bearbeitungszentren und CNC-Drehmaschinen zur Verfügung. 3D-Messmaschinen kontrollieren die Qualität der produzierten Gussteile während des gesamten Fertigungsprozesses und garantieren hohe Maßgenauigkeit und eine optimale Oberflächengüte.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:42709400)