Konstruktionsleiter-Forum 2025 So kommt Transparenz in die Hallen

Von Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler 2 min Lesedauer

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Antriebe besitzen eine Fülle digitaler Informationen über die laufenden Maschinen in einer Produktion. Hier den Überblick zu behalten, ist so gut wie unmöglich. Wie es doch gelingt, erfahren Sie auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2025 am 15. Oktober 2025 in Würzburg.

Über das Sammeln und die Analyse von Maschinendaten gewinnen Unternehmen tiefere Einsichten in den Betriebsablauf und können fundierte Entscheidungen treffen. (Bild:  © Gorodenkoff – stock.adobe.com)
Über das Sammeln und die Analyse von Maschinendaten gewinnen Unternehmen tiefere Einsichten in den Betriebsablauf und können fundierte Entscheidungen treffen.
(Bild: © Gorodenkoff – stock.adobe.com)

In einer Fabrikhalle laufen eine Fülle an Maschinen. Jede einzelne Maschine verfügt über eine Vielzahl an Antrieben und Assets mit einer unüberschaubaren Menge an Merkmalen. Ein effektives Asset Management ist so gut wie unmöglich. Das vom BMWK geförderte Forschungsprojekt Antrieb 4.0 bringt mit seinem Use Case „Digitalisiertes Asset Management“ Transparenz in die Anlagen. Das Projekt demonstriert durch die Einbindung vieler Hersteller, dass die nahtlose Übertragung von Daten und Informationen herstellerübergreifend auf Basis von Standards möglich ist.

Dafür hat der Verbund einen föderierten Datenraum entwickelt. Der maschinenlesbare Zugriff auf alle Assets mit Hilfe von Informationsmodellen auf Basis der I4.0-Verwaltungsschale hilft, die Effizienz zu steigern und das Monitoring zu verbessern. Alle wichtigen Informationen eines Assets können so über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg an einer zentralen Stelle und in einem standardisierten Format bereitgestellt werden.

Standardisierter Zugriff auf alle relevanten Informationen

Wie genau das gelingt, ist Thema des Vortrags „Antrieb 4.0 sorgt für mehr Transparenz in der Fabrikhalle“ auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2025. Bernd Wacker, ZVEI e.V., Siemens AG, wird die Vorteile für den Maschinenbetreiber, den Antriebshersteller und den Maschinen- und Anlagenbauer aufzeigen:

  • Mit Hilfe des „Digitalisierten Asset Management“ hat der Maschinenbetreiber den Aufbau seiner Anlage transparent visualisiert und einen zentralen standardisierten Zugriff auf alle relevanten Informationen. Dadurch können Informationsasymmetrien vermieden, Stillstandzeiten reduziert, der Betrieb optimiert und Kosten eingespart werden.
  • Für den Antriebshersteller oder den Maschinen- und Anlagenbauer ergibt sich der große Vorteil, spezifisch auf die Anforderungen seiner Kunden eingehen zu können. Während der Antriebshersteller qualitativ hochwertige sowie energiesparsame Komponenten zu marktgerechten Preisen anbieten möchte, baut der Maschinen- und Anlagenbauer entsprechende Anlagen nach den Bedürfnissen des Auftragsgebers.

Herr Wacker, warum ist das Thema Ihres Vortrags für Konstrukteure und Entwickler relevant?

Die mangelnde Interoperabilität und das Fehlen offener Standards bremsen heute noch die digitale Transformation im Bereich der Antriebe, obwohl diese über viel Sensorik und Intelligenz verfügen. Eine präzise, standardisierte Definition und Nutzung der Daten kann die Effizienz der Produktion deutlich voranbringen und ermöglicht erstmals die herstellerübergreifende Kombination von Antriebssystemen.

Bernd Wacker, Principal Key Expert for Digital Industries, Motion Control Siemens AG; ZVEI e.V.(Bild:  ZVEI)
Bernd Wacker, Principal Key Expert for Digital Industries, Motion Control Siemens AG; ZVEI e.V.
(Bild: ZVEI)

Was sind die wichtigsten Aspekte des Vortrags?

Im Fokus stehen zwei zentrale Use Cases mit dem größten ökonomischen und ökologischen Mehrwert: Die ganzheitliche Auslegung von Antriebssystemen sowie das digitalisierte Asset Management. Dabei wird aufgezeigt, wie durch einen geteilten Datenraum die tatsächlich bezogene Leistung und der kumulierte Energieverbrauch aller in einer Anlage verbauten Antriebe transparent gemacht werden können.

Was lernen die Teilnehmer durch Ihren Vortrag?

Die Teilnehmenden erfahren, wie durch standardisierte Datensätze die Antriebsauslegung vereinfacht und die Kombination von Antrieben verschiedener Hersteller ermöglicht wird. Sie lernen zudem, wie das digitalisierte Asset Management den Überblick über die installierte Basis verbessert, Kosten reduziert und durch zentrale Bereitstellung aller relevanten Informationen die Anlageneffizienz steigert.

Rückblick: Das Konstruktionsleiter-Forum 2024 im Video:

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