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Schutzabdeckung

So ist die Laseranlage perfekt geschützt

| Redakteur: Bernhard Richter

Maschinenbauer Laserpluss suchte für eine Laseranlage eine passgenaue Maschinenschutzabdeckung. Die bekam er – samt intensiver Beratung und umfangreichem Service.

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Für die Dichtigkeit der Edelstahllamellen sorgen ein rückseitig flach aufbauendes Faltenmaterial in Kombination mit Funktionselementen aus extrem haltbaren Kunststoffen
Für die Dichtigkeit der Edelstahllamellen sorgen ein rückseitig flach aufbauendes Faltenmaterial in Kombination mit Funktionselementen aus extrem haltbaren Kunststoffen
(Bild: Arno Arnold)

Ist Ihre Maschine sicher? Klar, denn Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass sie gefahrlos betrieben werden kann. Aber Sicherheit hat viele Dimensionen, und es gibt unterschiedliche Maßnahmen dies durchzuführen. Wer also heutzutage Maschinen konstruiert und baut, muss sich auch intensiv Gedanken über ein effektives Dicht- und Schutzsystem für den Arbeitsraum machen. Der Konstruktions- und Entwicklungsleiter bei Arno Arnold, Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kreutzer: „Flexibel anpassbare Konzepte für den Maschinenschutz sind der Trend für die Zukunft. Denn der Bedarf an einer optimierten Passform von Machinenschutzabdeckungen wird umso wichtiger, je komplexer und performanter eine Maschine ist.“

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Heutige Maschinenabdeckungen bestehen aus vielen Teilen, die unter allen Bedingungen leichtgängig bleiben müssen, um ihre Schutzfunktion sicher zu erfüllen. Ohne sie würde es weder Laserschneidanlagen, Hochgeschwindigskeits-Fräs- sowie Schleif- und Drehmaschinen geben. Früher haben Maschinenhersteller ihre Schutzabdeckungen oft in Eigenregie konstruiert und gefertigt. Heute kommt hier der Spezialist Arno Arnold zum Einsatz. Die Obertshausener fertigen kundenspezifische, an den jeweiligen Einsatzzweck angepasste, Schutzverkleidungen für Maschinen und Anlagen aller Art. So war es auch beim Unternehmen Laserpluss einem zur Mapal-Gruppe gehörenden Unternehmen für Laserbearbeitungsanlagen.

„Lange Zeit haben wir für unsere Maschinen eigene Schutzabdeckungen im Haus konstruiert und gefertigt. Aber das ist nicht unsere Kernkompetenz. Aus diesem Grund haben wir dann für die Neuentwicklung einer unserer Maschinen nach einen spezialisierten Zulieferer für Maschinenschutzabdeckungen gesucht. Letztendlich hat uns die Firma Arno Arnold mit ihrem Angebot überzeugt“, sagt Konstruktionsspezialist Patrick Reusch zufrieden.

Präzision im Fokus

Laserpluss aus Idar-Oberstein ist Spezialist für Lasertechnik. Das 1997 gegründete Unternehmen hat sich auf die kundenspezifische Herstellung von Laseranlagen für Präzisionsanwendungen beim Beschriften und Gravieren sämtlicher Materialien, beim Schweißen von Kunststoffen und beim Schneiden von Metallen und Hartstoffen spezialisiert.

Patrik Reusch erklärt die neue Maschine: „Der Cutmaster ist eine kompakte Arbeitsstation für das Präzisionsschneiden, die Herstellung von Spanleitstufen und für Beschriftungen mit höchstem Anspruch. Die Maschine ist mit 3 CNC-gesteuerten Achsen ausgestattet, die sich individuell über eine Software programmieren lassen. Der Bauraum von 420 x 420 mm ermöglicht die Bearbeitung von großen Bauteilen oder eine Einteilung von mehreren Bearbeitungssektionen. Der Cutmaster kombiniert das Verfahren der Präzisionsbeschriftung mit einer neuen Vorschneidtechnologie mittels Kurzpulslaser.“

Das Design von Maschinenabdeckungen wird immer wichtiger. „Nicht optimal ausgelegte Abdeckungen“, so Jürgen Konrad, Prokurist und Verkaufsleiter bei Arno Arnold, „limitieren die Performance, die Ergonomie und die Zuverlässigkeit. Die Auskleidung des kompletten Arbeitsraums gehört deshalb auch zu einem der anspruchsvollsten Design-Maschinenprojekte.“

„Begonnen hat alles Ende März 2017“, so Konrad weiter, „das Ergebnis der positiven Zusammenarbeit mit Laserpluss war dann die Festlegung auf das Arnold-Produkt Strapano.“ Eine zielführende Lösung für solche anspruchsvollen Anwendungsfälle, so der Arnold Verkaufsleiter: Strapano kombiniere die steigenden Forderungen an Dynamik, Schnelligkeit, Präzision, Zuverlässigkeit, Haltbarkeit und Kosten zu einem funktionssicheren Optimum.

SEMINARTIPP Das Seminar „Leichtbauwerkstoffe in der Konstruktion“ vermittelt Methoden, Gestaltungsprinzipien und Bauweisen für Leichtbaukonstruktionen. Die Teilnehmer erhalten einen Überblick zu verschiedenen Leichtbauwerkstoffen, lernen Kriterien für die Werkstoffauswahl kennen und erfahren, welche Vor- und Nachteile sowie Risiken die verschiedenen Werkstoffe mit sich bringen.
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Es ist heute gängige Praxis, dass das Know-how von Arnold schon bei dem ersten Maschinenkonzept genutzt wird. Inhalt des Angebot-Paketes war deshalb auch die Unterstützung bereits bei der Projektdefinition, bei der Entwicklung eines optimalen Abdeckungskonzepts inklusive Auswahl der geeigneten Materialien, über Funktions- und Haltbarkeitstests auf eigenen Prüfständen im eigenen Technologiezentrum, bis hin zur Hilfestellung bei der Montage.

„Unser Kunde reduzierte so seinen Aufwand für Konzeptfindung, Konstruktion und Test bis hin zur Montageoptimierung“, erklärt Konrad.

Lösungskonzept Strapano

Ohne Werkzeug montieren, demontieren, austauschen und vor Ort modular erweitern – das ist Strapano. Die Schutzverkleidung hat alle Vorteile einer Abdeckung mit Teleskopblechen, verzichtet im Aufbau jedoch vollständig auf einen Faltenbalg. Das Besondere dabei ist die geringe Länge der Abdeckung im zusammengefahrenen Zustand. Das verschafft dem Maschinenkonstrukteur Platz für andere Elemente. Das Schutzsystem wird ausschließlich am Standort in Deutschland entwickelt, gefertigt und geprüft. Abdeckungen dieses konstruktiven Aufbaus bestehen aus nur zwei Materialien – Metall und einem eigensteifen Kunststoffmaterial. Alle Grundmaterialien lassen sich werkzeugfrei miteinander verbinden und lösen.

Auch ökologisch gedacht

Vorteile wie geringes Gewicht und modularen Aufbau teilt Strapano mit anderen Systemen von Arno Arnold. Ebenso wie die ökonomische und ökologische Möglichkeit, auch einzelne Bleche auszutauschen. „Im Vergleich zu früher spielt die Ökologie heute eine wichtige Rolle“, erklärt Firmenchefin Simone Weinmann-Mang. „Wir schauen darauf, dass die Materialien bei einer Demontage getrennt entsorgt werden können.“

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