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Simulation Simulation optimiert Temperier-Fluid beim Spritzgießen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Die neue Simulationssoftware Cadmould Version 11 mit der erweiterten 3D-T-Box aus dem Hause Simcon berechnet nun auch die Werkzeugtemperierung beim Einsatz von Hasco-Tempflex-Schläuchen. So kann der konturnahe Verlauf des Temperier-Fluids im Spritzgieß-Werkzeug frühzeitig und wirtschaftlich optimiert werden.

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Cadmould Version 11 berechnet nun auch die Werkzeugtemperierung beim Einsatz von Hasco-Tempflex-Schläuchen.
Cadmould Version 11 berechnet nun auch die Werkzeugtemperierung beim Einsatz von Hasco-Tempflex-Schläuchen.
(Bild: Simcon)

Die richtige Temperierung des Werkzeugs ist entscheidend für die Zykluszeit und Bauteilqualität beim Kunststoff-Spritzgießen. Mit Simcons modularer Simulationssoftware Cadmould können Anwender die Werkzeugtemperierung bereits in der Planungsphase präzise berechnen und optimal gestalten – mit der aktuellen Version 11 jetzt auch beim Einsatz von Hasco Tempflex-Schläuchen, teilt Simcon mit. So erreichen sie eine effektivere, gleichmäßige Temperierung mit weniger Versuchsschleifen.

Cadmould 11 um Tempflex-Funktion erweitert

Mit der Funktionserweiterung ermöglicht Simcon zahlreichen Anwendern die effektive Nutzung der gezielten Werkzeugtemperierung: Im Gegensatz zu einfachen Kühlkanälen ermöglichen Hasco Tempflex-Schläuche, auch komplizierte Kunststoff-Geometrien konturnah zu kühlen. Sanftere Umlenkungen des Temperiermediums reduzieren dabei den Druckverlust und erhöhen die Durchflussmengen. Komplexe Bauteile werden schneller und verzugsärmer gekühlt – das sorgt für eine höhere Produktionskapazität und bessere Bauteilqualität. Ebenfalls entfällt dank der Schläuche ein aufwändiges Abdichten der Werkzeugebenen untereinander wie bei Kühlbohrungen mit Kontakt zu mehreren Werkzeugplatten.

Automatische Ermittlung des Wärmeübergangskoeffizienten

„Wenn Kühlwasser durch eine Bohrung strömt und direkten Kontakt zur Werkzeugwand hat, ist der Wärmeübergang natürlich ein anderer, als wenn das Wasser erst eine Schlauchwand berührt“, erklärt Angela Kriescher, Produktmanagerin bei Simcon. „Dieses Temperaturverhalten – inklusive des Einflusses von Schlauchdurchmesser und Durchflussmenge sowie der Länge des Kühlkanals und des dabei entstehenden Druckverlustes – berücksichtigt Cadmould 11 jetzt mit nur einem Klick.“ Das stark erweiterte Modul „T-Box“ ermittelt den Wärmeübergangskoeffizienten automatisch und stellt die Temperaturen an jedem Punkt des Systems dar. Anwender haben zudem die Möglichkeit alle Parameter wie Anordnung der Kühlungskanäle, Fließrichtung, Trennflächen oder Werkstoffe zu variieren, um ein optimales Spritzgieß-Werkzeug zu gestalten.

SEMINARTIPP Das Seminar „Systematische Werkstoffauswahl“ vermittelt die Beziehung zwischen Werkstoffherstellung, Werkstoffstruktur und den daraus resultierenden Materialeigenschaften. Ziel ist es, eine gesamtheitliche Darstellung des Werkstoffauswahlprozesses vorzustellen, ausgehend von der Erstellung eines Anforderungsprofils, der Vorauswahl bis hin zur Feinauswahl und Risikobetrachtung.
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Effizienter Workflow in der Planung von Werkzeugen

Für den Einsatz von Tempflex-Schläuchen wurden in der Vergangenheit die Werkzeuge im Trial-and-Error-Verfahren geteilt, die Kühlkanäle gefräst und die Schläuche eingelegt. Mit Cadmould 11 geht es jetzt deutlich effizienter: Für die Darstellung des Temperaturverlaufs im Werkzeug reichen in frühen Planungsphasen schon grobe Entwurfsskizzen und Zeichnungen. „Die Software berechnet die Strömung des Temperier-Fluids und, aufgrund des Wärmeaustauschs mit dem Werkzeug, die aktuelle Temperatur des Temperier-Mediums“, sagt Kriescher. So entsteht eine hochpräzise 3D-Simulation der Temperierung. (mz)

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