CAE Simulation für alle: Von der Blackbox zum Werkzeugkasten

Quelle: Fraunhofer IST 1 min Lesedauer

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Simulationen sind unverzichtbare Werkzeuge in der Produktentwicklung, doc h bisher ist ihr Einsatz häufig spezialisierten Fachkräften vorbehalten. Das Fraunhofer IST will das grundlegend ändern – mit einem neuen Ansatz, der die Simulation direkt in die industrielle Praxis überführt.

Dr. Dennis Barton, Teamleiter Simulation, erklärt die neuen Simulationsansätze am Fraunhofer IST.(Bild:  Fraunhofer)
Dr. Dennis Barton, Teamleiter Simulation, erklärt die neuen Simulationsansätze am Fraunhofer IST.
(Bild: Fraunhofer)

"Wir wollen die Simulation aus der reinen Expertenhand lösen und sie direkt in die Entwicklungspraxis integrieren", erklärt Dr. Dennis Barton, Teamleiter Simulation am Fraunhofer IST. Ziel sei es, Anwender aus Konstruktion und Entwicklung eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten, ohne dass sie sich tief in die Komplexität numerischer Modellierungen einarbeiten müssen.

Bereits heute nutzt das Institut einen selbst entwickelten und in der Fachwelt etablierten PICMC/DSMC-Code zur Simulation von Niederdruckplasmen und Gasflüssen in PVD-Beschichtungsprozessen. Die Modelle liefern wichtige Informationen zu Gastrennfaktoren, Target-Abbrand und Schichtdickenprofilen. Ergänzt wird dies durch Methoden wie Computational Fluid Dynamics (CFD), die etwa in der Auslegung von Elektrolyt-Reaktoren oder Trocknerkonstruktionen zum Einsatz kommen.

Der nächste Schritt: Datengetriebene Modellierung und KI

Künftig will das Fraunhofer IST den Zugang zu Simulationsverfahren weiter vereinfachen – mit einem wachsenden Team, intelligenten Datenstrategien und der Integration künstlicher Intelligenz. Machine-Learning-Methoden und Large Language Models sollen dabei helfen, simulationsgestützte Entscheidungen auch für Nicht-Experten zugänglich zu machen. Eine zentrale Rolle spielen dabei digitale Zwillinge, systematisches Datenmanagement und vernetzte Sensorik.

Mit seinem neuen Simulationsansatz will das Fraunhofer IST einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung und Nachhaltigkeit industrieller Prozesse leisten – und zugleich den Weg für eine breitere, praxisnahe Nutzung moderner Simulation ebnen.

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