Wasserstoff ist hoch entzündlich. Daher erfordern Produktion und Umgang mit Wasserstoff geeignete Sicherheitsmaßnahmen und sichere Überwachungssysteme. Mit seinen Automatisierungslösungen ermöglicht Pilz die sichere und wirtschaftliche Nutzung von Wasserstoff.
Die gesellschaftliche Akzeptanz neuer Technologien ist direkt mit ihren Gefahren und der Beherrschung möglicher Fehler verbunden. Mit seinen Automatisierungslösungen ermöglicht Pilz die sichere Nutzung von Wasserstoff.
Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft. Seine Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Er kommt in der Industrie bei der Stahlerzeugung, der Chemie- oder Glasindustrie, bei der Mobilität als Treibstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge oder zur Rückverstromung zum Einsatz. Die Kehrseite des Energieträgers: Das Gas ist farb- und geruchlos und gleichzeitig hochentzündlich. Produktion und Umgang damit erfordern daher in besonderem Maße geeignete Sicherheitsmaßnahmen und sichere Überwachungssysteme.
Was immer wieder deutlich wird: Die gesellschaftliche Akzeptanz neuer Technologien ist direkt mit ihren Gefahren und der Beherrschung möglicher Fehler verbunden. Auch für diese neuen Anwendungsfelder ist es äußerst sinnvoll, auf die Erfahrungen aus der über 40-jährigen Geschichte der Funktionalen Sicherheit in der Industrie zurückzugreifen. Mit seinen Automatisierungslösungen macht Pilz die sichere und wirtschaftliche Nutzung von Wasserstoff möglich – über die gesamte Wertschöpfungskette des Energieträgers: von der H2-Herstellung in Elektrolyseuren, der Speicherung und dem Transport, bis hin zur Verwendung in Brennstoffzellen oder Industriebrennern.
Effizient und sicher speichern und transportieren
Um Wasserstoff transportieren zu können, wird er stark komprimiert und in speziellen Hochdrucktanks auf Schiene, Wasser oder Straße transportiert. Schnelle Druckveränderungen – wie bei der Befüllung oder Entnahme von Wasserstoff oder auch bei Temperaturschwankungen – können bei wiederholtem Auftreten zu Spannungen im Verbundmaterial des Transportbehälters führen. Die Folge: Delamination des Materials (die einzelnen Schichten des Materials lösen sich voneinander ab), eine reduzierte Lebensdauer des Druckbehälters sowie Leckagen und schlimmstenfalls auch Explosionen. Zum Schutz der Wasserstofftanks und vor allem der Menschen im Umfeld der Übergabestellen, sind beim Befüllen und Entleeren der Tanks besondere Sicherheitsvorkehrungen notwendig.
Die bewährten und sicheren Steuerungen von Pilz überwachen mit fehlersicherer Analogwertverarbeitung diese Übergabeprozesse zuverlässig – und stoppen im Fehlerfall einen Befüll- oder Entleerungsvorgang. In Bremerhaven, Deutschland, setzt Energieunternehmen GP Joule auf die Sicherheitslösungen von Pilz: Dort verwandelt das Unternehmen überschüssigen Strom aus Windkraft in CO2-neutralen Wasserstoff, speichert diesen in Tanks auf speziellen LKW-Anhängern und liefert so das leicht entzündliche Gas an Wasserstofftankstellen im Stadtgebiet. Dort tanken unter anderem Fahrzeuge der Bremerhaven Bus die grüne Energie. Das Be- und Entladen der Druckbehälter erfolgt an allen Übergabestellen gleichermaßen einfach, schnell und vor allem sicher.
Höchst genaue Messwerte
Die für eine H2-Betankung oder -Speicherung kritischen Prozesswerte werden über sichere Analogsensoren erfasst und in eine Sicherheitssteuerung eingelesen. Bei einer Drucküberwachung im Bereich von 0 bis 1.000 bar ist die sicherheitstechnische Genauigkeit entscheidend für die Funktion der gesamten sicheren Überwachungskette. Risikobewertungen für Tube-Trailer Betankungen haben gezeigt, dass nur eine einprozentige Genauigkeit (hier: 10 bar) die Sicherheitsvorgaben erfüllen kann. In der Praxis wird oft die Angabe der Analogwert-Auflösung als ausreichend angesehen. Sie kann im Datenblatt zwar in einem akzeptablen Bereich erscheinen – für die Auslegung der Sicherheit ist sie jedoch nicht automatisch verwendbar! Es lohnt sich, genauer hinzuschauen.
Nach der Erfassung der Prozesswerte gilt es, diese nicht nur auf das Einhalten von absoluten (statischen) Grenzwerten zu überwachen, sondern vielmehr ihren dynamischen Verlauf zu erkennen und diesen gegebenenfalls zu begrenzen. Dazu sind komplexere Überwachungsfunktionen wie bspw. eine sichere Gradientenüberwachung erforderlich! Die Sicherheitssteuerungen überwachen mit dem Software-Baustein „Sichere Rampenüberwachung“ die Einhaltung relevanter Parameter respektive kritische Anstiegs- und Abfallwerte bei Druck-, Temperaturänderungen – und somit der Be- und Entladegeschwindigkeit des Wasserstoffs. Wird ein solcher Anstiegswert über- oder unterschritten, löst die sichere Steuerung eine notwendige Reaktion aus – beispielsweise wird ein Regler oder Kompressor gedrosselt oder auch ein Ventil komplett geschlossen.
Stand: 08.12.2025
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Safety und Security ganzheitlich gedacht
Automatisierungslösungen können die klassischen, eher mechanisch dimensionierte Sicherheitseigenschaften der Komponenten in der Wasserstoffindustrie sinnvoll ergänzen. Denn die Funktionale Sicherheit betrachtet immer die sichere Reaktion des Prozesses und dies über den gesamten Lebenszyklus. Die OT-Security schützt die Verfügbarkeit von Anlagen und Maschinen vor Manipulationen und Fehlbedienung. Im Mittelpunkt: der Schutz von Anlagendaten und die Frage, welche Personen Zugriff auf einen Prozess erhalten. Speziell in der Betrachtung von Anlagen der kritischen Infrastruktur sind diese Funktionen elementar.
Zukunftssicher konstruieren mit MVO und CRA
Die Maschinenverordnung (MVO) und der Cyber Resilience Act (CRA) stellen neue Anforderungen an Security-Maßnahmen für vernetzte Komponenten und Systeme. Dies stellt Hersteller und Betreiber von Maschinen und Anlagen sowie Zulieferer von Komponenten und Systemen vor große Herausforderungen. Während die MVO ab dem Jahr 2027 EU-weit rechtsverbindlich wird, tritt die von der CRA geforderte Meldepflicht bestehender Sicherheitslücken und Cyber-Attacken bei vernetzten Komponenten und Systemen schon 2026 in Kraft. Grund genug für Unternehmen, sich frühzeitig auf die erforderlichen und umfangreichen Maßnahmen vorzubereiten.
Das Konstruktionsleiter-Forum SPOTLIGHT am 14. Oktober 2025 in Würzburg schärft das Bewusstsein für die Anforderungen sowie deren Konsequenzen, die auf Unternehmen zukommen und zeigt auf, wie sie ihre Entwicklungsabteilungen und Prozesse in Zukunft aufstellen müssen.
Pilz ist überzeugt davon, dass nur eine frühe und ganzheitliche Betrachtung von Safety und Security in der Wasserstoffindustrie einen umfassenden Schutz gewährleistet. Die sich entwickelnde Wasserstoff-Industrie kann dabei von den langjährigen Erfahrungswerten der Industrie profitieren.
* Armin Glaser ist Vice President Strategy and Cooperation bei der Pilz GmbH & Co. KG