Sicherheitsbremse

Sicher Bremsen im Team: Ansteuerung unterstützt sichere Bremse

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Zudem praktiziert Mayr Antriebstechnik bewährte Konstruktionsprinzipien, die in der Norm definiert wurden. Das Unternehmen verwendet in seinen Bremsen ausreichend geführte Federn mit einem Drahtdurchmesser, der größer ist als der Abstand zwischen zwei Windungen. Sollte entgegen allen Erfahrungswerten trotzdem eine Feder brechen, können sich die beiden Bruchstücke nicht ineinander verschrauben. Die ursprüngliche Federlänge und die Federkraft bleiben weitgehend erhalten.

Reibbeläge sorgen für hohe Bremsmomentkonstanz

Hochwertige Reibbeläge mit definierten Reibbeiwerten sorgen für hohe Bremsmomentkonstanz. In umfangreichen Versuchen wurde das statische und dynamische Verhalten der Reibwerkstoffe unter Einsatzbedingungen mit unterschiedlicher Temperatur, Geschwindigkeit oder Feuchtigkeit getestet und die Reibbeiwerte optimiert. Laufende Kontrollen stellen eine gleichbleibende Qualität sicher. Die Roba-Topstop wird derzeit von der Berufsgenossenschaft Baumuster-geprüft nach BG-Prüfgrundsatz für rotatorische Bremsen. Natürlich entsprechen alle Werkstoffe, die in Roba-Stop-Sicherheitsbremsen verarbeitet sind, den geltenden Vorschriften, beispielsweise gemäß EN oder RoHS.

Eine sichere Bremse allein reicht aber nicht aus, um die unterschiedlichen Gefährdungssituationen beim Betrieb mit Vertikalachsen zuverlässig verhindern zu können. Sie muss mit einer abgestimmten sicheren Ansteuerung kombiniert werden. Das ist notwendig, um den Strom, der bei geöffneter Bremse durch die Bremsenspule fließt, zuverlässig gemäß der Norm EN ISO 13849 zu unterbrechen.

Dafür werden bisher üblich zwei Sicherheitsschütze verwendet. Diese Schütze müssen Spiegelkontakte für die Signalrückführung nach EN 60947 haben und werden zwischen Spannungsversorgung der Bremse und der Bremsenspule eingebaut. Dadurch ist eine redundante Überwachung sichergestellt.

Mechanische Schütze sind aber aufgrund von Verschleißanfälligkeit nur bedingt zuverlässig und haben eine begrenzte Lebensdauer. Üblich sind ein bis zwei Millionen Schaltzyklen. Viele Schütze namhafter Hersteller haben Hilfsschalterblöcke, die nach Norm Spiegelkontakte sind (zum Teil mit Bescheinigung BG/SUVA). Spiegelkontakte können das Verschweißen der Hauptkontakte detektieren, aber zum Beispiel keine mangelnde Kontaktgabe. Ferner nimmt mit zunehmender Gebrauchshäufigkeit auch die Zuverlässigkeit ab.

Verschleißfreies Bremensansteuerungsmodul erreicht hohe Schaltzuverlässigkeit

Ein neues Bremsenansteuerungsmodul, das in enger Zusammenarbeit mit Mayr Antriebstechnik vom Sicherheitsexperten Pilz entwickelt wurde, arbeitet mit verschleißfreien elektronischen Halbleitern und erreicht dadurch eine hohe Schalthäufigkeit und eine sehr hohe Schaltzuverlässigkeit. Die Signalrückführung aus dem Ansteuerungsmodul muss von einem sicheren SPS-Eingang überwacht werden. Dieser ist meist schon Bestandteil der Steuerung oder der verwendeten SPS in der Maschine.

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