Sensorik Sehtest für die Sensorik in autonomen Fahrzeugen

Redakteur: Alina Hailer

Der Trend von selbstfahrenden Autos nimmt immer weiter zu. Um die Sicherheit der autonomen Fahrzeuge zu bewerten, arbeitet eine Forscherin der Empa an einem Sehtest für die Sensorik.

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Mithilfe eines Sehtests soll festgestellt werden, ob die Sensorik der autonomen Fahrzeuge einwandfrei funktioniert.
Mithilfe eines Sehtests soll festgestellt werden, ob die Sensorik der autonomen Fahrzeuge einwandfrei funktioniert.
(Bild: Empa)

Der Weg zur Straßenzulassung für autonome Autos ist weit, der Trend nimmt jedoch immer weiter zu. Um die Sicherheit der Pkws zu garantieren, fehlen bisher noch Grundlagen für Bewertungsmethoden.

Miriam Elser, Forscherin am Empa-Labor für Fahrzeugantriebssysteme, leitet ein Projekt rund um die Sensorik in autonomen Fahrzeugen. Die Forscherin möchte einen Sehtest für die Sensorik entwickeln, der die Sicherheit der Technologie überprüfen kann. Sie untersucht, wie die Sensoren bei unterschiedlichen Umgebungsbedingungen arbeiten, welche Daten sie sammeln und wann sie Fehler machen oder ausfallen.

„Jeder menschliche Fahrer muss einen Sehtest bestehen, bevor er eine Fahrerlaubnis erhält. Berufsfahrer müssen diesen Test regelmässig wiederholen.“, so Elser. „Wir wollen einen Sehtest für autonome Fahrzeuge entwickeln, damit man ihnen auch dann noch trauen kann, wenn sie schon mehrere Jahre alt sind und tausende Kilometer auf dem Buckel haben.“

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Feldversuche auf öffentlichen Straßen

Bisher gibt es nur wenige Studien, die sich mit den Sensordaten von autonomen Fahrzeugen befassen. Von etwa tausend öffentlichen Forschungsarbeiten befassen sich nur circa 20 mit der Qualität von Sensordaten. Die Sensorqualität spielt allerdings bei der Zulassung im öffentlichen Verkehr eine wichtige Rolle.

Das Schweizer Bundesamt für Straßen (ASTRA), welches die Forschungsarbeit finanziell unterstützt, möchte die Funktionsfähigkeit der Systeme in regelmäßigen Abständen beurteilen können. Das ASTRA bereitet sich auf die Genehmigung von Feldversuchen mit selbstfahrenden Fahrzeugen auf öffentlichen Strassen vor. Doch wie lässt sich beurteilen, ab wann es gefährlich wird? Wo versagen Sensoren, und wo machen sie solch gravierende Fehler, dass der Versuch abgebrochen oder modifiziert werden müsste? Bereits fürs Monitoring solcher Feldversuche ist es nötig, die Sehkraft und Urteilsfähigkeit autonom fahrender Autos rasch und genau einschätzen zu können.

Das Projekt ist Teil einer Digitalisierungsinitiative des Schweizerischen Kompetenzzentrums für Energieforschung, mitfinanziert von der Innosuisse, vom Bundesamt für Straßen und von Wirtschaftspartnern. Während die Empa handelsübliche Sensoren im praktischen Einsatz untersucht, analysiert das Eidgenössische Institut für Metrologie die gleichen Sensoren in einer Laborumgebung. Die kommende Generation von Fahrzeugsensoren ist ebenfalls bereits Gegenstand der Forschung. Diesen Projektteil übernimmt das Institut für dynamische Systeme und Regelungstechnik der ETH Zürich.

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