Plagiatschutz

Schutz vor Plagiaten im internationalen Wettbewerb

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Hier ist zwar die VR China als erstes zu nennen, aber auch Länder wie Taiwan, Indien und Argentinien fallen auf; bei anderen Branchen sogar Italien und Süd-Korea. Aufgrund dieser Entwicklung sind Arbeitsplätze in Deutschland, aber auch weltweit, direkt gefährdet.

So besteht laut der Aktion Plagiarius 10% des Welthandels aus Fälschungen und Nachahmungen. Der weltweite volkswirtschaftliche Schaden beläuft sich demnach auf 200 bis 300 Mrd. Euro pro Jahr (Deutschland 29 Mrd.).

Allein in Deutschland gehen rund 70 000 Arbeitsplätze verloren

Allein der Maschinenbau ist mit rund 7 Mrd. davon betroffen (VDMA-Studie „Produkt- und Markenpiraterie 2008). Damit einher geht ein weltweiter jährlicher Verlust von Arbeitsplätzen in der Größenordnung von 200.000 (Deutschland 70.000). Allerdings stellt der finanzielle Schaden nur die eine negative Seite des Handels mit Produktfälschungen dar.

Eine ganz andere Seite ist einerseits die der Arbeitssicherheit beim Herstellungsprozess, andererseits die mangelnde Sicherheit für den Endverbraucher, wenn es sich bei den Plagiaten z. B. um für die Sicherheit wichtige Bremsbeläge für das Auto (oder auch Bremse für Getriebemotor), Bauteile für Flugzeuge oder um die qualitativ minderwertige persönliche Arbeitsschutzausrüstung handelt.

So entsprechen weder die auf nachgebauten Maschinen und Anlagen hergestellten Plagiate, meist nicht mehr den international gültigen Sicherheitsstandards und können somit durch zum Teil sehr hohen Abrieb (z. B. bei Bremsbelägen) oder durch eine schnelle Entzündbarkeit zu lebensgefährlichen Situationen führen (ATEX, Ex-Bereiche), noch entsprechend auch die Maschinen und Anlagen selbst diesen Standards.

Bei SEW-Eurodrive sind es vor allem die Getriebemotoren, die kopiert werden

Bei SEW-Eurodrive sind meist die Getriebemotoren von Plagiaten betroffen. Anfangs waren nur einfache Produkte mit vergleichbar geringeren Qualitätsanforderungen betroffen. In neuerer Zeit werden aber auch elektronische und anspruchsvollere Produkte kopiert. In Summe lässt sich bei den Plagiaten eine deutlich geringere Qualität und damit geringere Lebensdauer ausmachen.

So werden beispielsweise bei Getriebemotoren statt Kunststoff-O-Ring-Abdichtungen billigere Papier-Abdichtungen verwendet, die schlechter abdichten, bzw. eine deutlich geringere Lebensdauer aufweisen. Die Bohrungen werden unfachmännisch eingebracht, so dass Anbauten gar nicht oder nur sehr schlecht möglich sind. Teilweise kommen die Plagiate bei Testkäufen sogar schon mit Korrosionsschäden an.

Das Anmelden von Schutzrechten stellt Investitionssicherheit her

Um sich als Hersteller selbst und die Investitionen der Kunden zu schützen, meldet SEW-Eurodrive im Rahmen des Innovationsprozesses entstehende Erfindungen als Schutzrechte (Patente, Design und Marken) an. Hier gibt es mit westlichen Herstellern normalerweise keine Probleme, da alle ähnlich vorgehen und ihr geistiges Eigentum, Prozesse und Produkte entsprechend schützen.

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