Schraube
Schraubenverbindungen realistischer auslegen

Von Thomas Volborth, Geschäftsführer Teckentrup SLI; Matthias Hassel, Produktmanager Teckentrup SLI 4 min Lesedauer

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Reibung, Setzen und Nachgiebigkeit beeinflussen, wie viel Vorspannkraft eine Schraubenverbindung tatsächlich hält. Der Preload-Resilience-Test von Teckentrup SLI ermittelt diese Größen an der realen Verbindung – und liefert damit belastbarere Eingangsgrößen für die Auslegung.

Der tPR-Test erfasst drei Kenngrößen entlang des Lebenszyklus einer Schraubenverbindung: Gesamtreibungszahl bei der Montage, Setzbetrag nach der Montage und wirksame elastische Nachgiebigkeit im Betrieb.(Bild:  Teckentrup SLI)
Der tPR-Test erfasst drei Kenngrößen entlang des Lebenszyklus einer Schraubenverbindung: Gesamtreibungszahl bei der Montage, Setzbetrag nach der Montage und wirksame elastische Nachgiebigkeit im Betrieb.
(Bild: Teckentrup SLI)

Beim Auslegen von Schraubenverbindungen greifen Konstrukteure häufig auf Tabellenwerte und Annahmen zurück. Das ist sinnvoll, solange die eigene Anwendung den zugrunde liegenden Bedingungen entspricht. In der Praxis unterscheiden sich Werkstoffe, Oberflächen, Beschichtungen, Schmierungen und Montageverfahren jedoch oft deutlich. Auch Sicherungselemente können das Verhalten der Verbindung verändern. Die Folge: Wichtige Kennwerte sind im konkreten Fall nicht immer bekannt. Teckentrup SLI hat hierfür den Preload-Resilience-Test – kurz tPR-Test – entwickelt. Dieser betrachtet die komplette Schraubenverbindung als mechanisches Gesamtsystem. Ziel ist, relevante Kennwerte für Montage, Setzphase und Betrieb an der tatsächlichen Verbindung zu ermitteln.