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Safety First: Verbesserte Sicherheit im Auto durch neue Displays

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Kopfaufpralltest: Stahlkugel vs. Display

Bei einem Kopfaufpralltest wird der mögliche Kopfaufschlag bei einem Verkehrsunfall mit einer Stahlkugel simuliert. Delo und Schott untersuchten mit diesem Test, welches Verhalten komplett verklebte Displays im Vergleich zu konventionellen Displays – bei denen sich Luft zwischen dem schützenden Deckglas und LCD befindet – bei einem solchen Crash zeigen. Der Kopfaufpralltest wurde in Anlehnung an den internationalen Standard ECE R21 durchgeführt. In diesem Test trifft eine 6,12 kg schwere Kugel mit einer Geschwindigkeit von 25,3 km/h auf das Display und die Auswirkung des Aufpralls auf das Display bzw. Deckglas werden dokumentiert und analysiert. Die Aufschlagenergie der Stahlkugel beträgt dabei 152 J.

Kugelfallanlage in einem Versuchslabor bei Schott

Die gesamten Tests wurden mit einer Kugelfallanlage in einem Versuchslabor bei Schott durchgeführt. Bei der Anlage handelt es sich um eine Apparatur, die die Stahlkugel an einem Elektromagneten hängend auf 2,52 m Höhe befördert, die Kugel anschließend abkoppelt und genau auf die am Boden positionierten Displays fallen lässt.

Die 10,4 Zoll großen Displays liegen dabei auf viskoelastischen Matten, die den Aufprall in der realen Einbausituation simulieren. Diese Matten dämpfen den Aufprall, um den in der Norm geforderten Grenzwert von 80 g Verzögerung zu erreichen. Messungen haben gezeigt, dass Delo und Schott durch die Lagerung der Displays auf den Matten dem Grenzwert nah kommen und damit nicht zu „sanft“ prüfen. Generell dürfen 80 g nicht länger als 3 ms überschritten werden, da sonst die Verletzungsgefahr viel zu hoch bzw. der Aufprall tödlich wäre. Zum Vergleich: Bei einem Aufprall der Stahlkugel auf Beton würde der Wert etwa 240 g betragen und den Grenzwert damit deutlich überschreiten. In Fahrzeugen werden Armaturen deswegen gefedert gelagert, um so die geforderte Dämpfung zu erreichen.

Komplett verklebte Displays sind die klaren Sieger

Die Ergebnisse der Tests zeigen, dass die komplett verklebten Displays gegenüber den konventionellen Displays die klaren Sieger sind. So wurden die mit Luftspalt verklebten Displays von der Stahlkugel völlig zerstört und hunderte Glassplitter durch die Wucht des Einschlages weggeschleudert. Bei dem flächig verklebten Display zerbricht dagegen nur das innen liegende Flüssigkristalldisplay; das darüber befindliche Deckglas bleibt völlig intakt. Für die Insassen in einem Auto bedeutet das keine Schnittverletzungen durch Splitter und somit mehr Sicherheit. (jup)

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