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Zahnradpumpen Robuste Zahnradpumpen aus Hightech-Kunststoffen

| Redakteur: Jan Vollmuth

Der Zahnradpumpenspezialist Scherzinger Pumpen aus Furtwangen setzt auf Hightech-Kunststoffe als Zukunftstrend im Zahnradpumpenbau. Erste Einsätze liefern vielversprechende Erfolge.

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Serienfertigung von Zahnradpumpen aus Hightech-Kunststoff.
Serienfertigung von Zahnradpumpen aus Hightech-Kunststoff.
(Bild: Scherzinger)

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Gehäuse aus dem Hochleistungskunststoff weisen eine deutlich höhere Korrosionsbeständigkeit aus. Auch extreme Temperaturen bis zu -30°C können dem Kunststoff nichts anhaben – er bleibt formbeständig und schlagstabil. Essentielle Eigenschaften um auftretenden Schwingungs- und Schockbelastungen im Einsatz auf den Winterstraßen zu strotzen. Dabei überzeugen die Gehäuse mit einem reduzierten Gewicht von bis zu 2 kg im Vergleich zu den bisher verwendeten Aluminium-Nickel-Bronzelegierungen.

Des Weiteren ist Scherzinger dazu übergangen, einen auf die Pumpe abgestimmten Hydraulikmotor für die neue Zahnradpumpengeneration zu entwickeln. Die perfekt aufeinander abgestimmte Einheit hat bereits den ersten Wintereinsatz mit Bravour gemeistert und gewährleistet eine zuverlässige Förderung der Natrium- oder Kaliumchloridlauge.

Deutlich bessere Gleiteigenschaften

„Speziell wenn es darum geht, schlecht schmierende oder sogar entfettende Flüssigkeiten prozesssicher zu fördern, sehen wir die Vorteile klar im Bereich der Hightech-Kunststoffe“, meint Thomas King, Vertriebsleiter der Firma Scherzinger. Kunststoffe weisen in entsprechender Compoundierung in vielen Fällen deutlich bessere Gleiteigenschaften als Metallkomponenten auf.

„Werkstoffbedingt bieten sich Kunststoff-Zahnradpumpen nur für spezielle Anwendungen an“ erklärt King weiter. So überzeugen sie bei schlecht schmierenden Flüssigkeiten, die jedem Bunt-, Leichtmetall oder Stahl direkt zusetzen würden. „Wichtig ist, dass die maximale Innenbelastung bzw. die Differenzdrücke kleiner als 10 bar sind, um eine sicheren Prozesseinsatz zu gewährleisten“ führt King weiter aus.

Reduzierte Produktionskosten

Besonders erfreulich sind die Vorteile im Herstellverfahren des Kunststoffspritzgusses. Da die Teile sehr endkonturnah gespritzt werden, ist nur noch eine Minimalbearbeitung notwendig. Teilweise können die Komponenten auch direkt in die Pumpen – ohne weitere Bearbeitung – verbaut werden. So ergeben sich, im Vergleich zu den Herstellkosten bei Metallzahnradpumpen, deutliche Reduktionen in den Produktionskosten.

„Scherzinger hat im Laufe der letzten 15 Jahre viele Erfahrungen, mit dem Einsatz von Hightech-Kunststoffen im Zahnradpumpenbau, gewonnen. So befinden sich aktuell viele weitere Zahnradpumpen für spezifische Anwendungen in der Entwicklung. Dabei reicht das Portfolio von Einzelkomponenten bis hin zu Komplettpumpen, die stationär zur Kostenreduktion oder im mobilen Einsatz speziell mit dem Ziel der Gewichtsreduzierung weiterentwickelt werden. So sieht Scherzinger auch für andere Einsatzbereiche neben der Straßenenteisung großes Potenzial im gezielten Einsatz von Hochleistungskunststoffen. (jv)

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