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Leichtbauroboter Roboterarm befolgt Asimovs Robotergesetze

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Das Start-up-Unternehmen Bionic Robotics aus Darmstadt, das 2010 aus einer Ausgründung der dort ansässigen Technischen Universität hervorgegangen ist, will für Aufsehen im Markt der Leichtbaurobotik sorgen.

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Der Roboter Biorob des Startup-Unternehmens Bionic-Robotics aus Darmstadt soll die Leichtbauroboterwelt durcheinanderbringen.
Der Roboter Biorob des Startup-Unternehmens Bionic-Robotics aus Darmstadt soll die Leichtbauroboterwelt durcheinanderbringen.
(Bild: Bionics)

Das noch junge Unternehmen setzt mit seinem Leichtbauroboter Biorob auf eine sichere Kooperation von Mensch und Maschine und beruft sich dabei auf das erste Robotergesetz des russischen Science-Fiction-Autors Isaac Asimov aus dem Jahr 1942: „Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen.“

Der Biorob ist ein Leichtbauroboter, der ein bekanntes Vorbild besitzt: den menschlichen Arm. Diesem ist er von seinen Ausmaßen her nachgebildet und orientiert sich ebenso am humanen Bewegungsablauf, besitzt aber mehr Freiheitsgrade. Durch seine bis zu fünf Gelenke soll sein Aufbau elastisch und flexibel sein.

Immerhin ein halbes Kilo kann der Roboter tragen. Das soll ihn für Pick-and-Place-Anwendungen prädestinieren.
Immerhin ein halbes Kilo kann der Roboter tragen. Das soll ihn für Pick-and-Place-Anwendungen prädestinieren.
(Bild: Bionics)

„Ziel war es, mit der Entwicklung von Biorob ein wirkliches Zusammenarbeiten von Mensch und Maschine zu gewährleisten“, sagt Ralf Teichmann, Geschäftsführer der Bionic Robotics GmbH.

Für die tägliche Arbeit in der Produktion der Zukunft soll sein Aufbau viele Vorteile mit sich bringen: Zum Beispiel wiegt der Biorob nur etwa 6 kg. Der Grund dafür liegt in der Bauweise: Seine leichten Antriebe sind in der Basis des Arms untergebracht. Auch in Sachen Sicherheit zeigt er sich konventionellen Industrierobotern überlegen. Der Biorob ist für das direkte Umfeld des Menschen zertifiziert sicher, ohne dass weitere Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen. Denn selbst im Falle einer Kollision mit dem Roboter besteht für die Menschen, die mit ihm arbeiten, keine Gefahr, da er schlicht nicht genug Kraft hat einen Menschen zu verletzen.

Für das direkte Umfeld des Roboters müssen keine gesonderten Schutzmaßnahmen ergriffen werde, da er schlicht nicht stark genug ist Menschen ernsthaft zu verletzen. Festhalten genügt.
Für das direkte Umfeld des Roboters müssen keine gesonderten Schutzmaßnahmen ergriffen werde, da er schlicht nicht stark genug ist Menschen ernsthaft zu verletzen. Festhalten genügt.
(Bild: Richter/konstruktionspraxis)

Dies bestätigt auch eine Baumusterprüfung durch die Deutsche Berufsgenossenschaft gemäß der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Trotzdem erlaubt das Sicherheitshonzept eine Tragkraft von bis zu 500 g.

Durch seine Bauweise lässt er sich mit wenigen Handgriffen innerhalb kurzer Zeit an unterschiedlichen Stationen auf dem Boden, an der Decke oder an der Wand aufbauen.

Aufgrund seiner Eigenschaften soll der Roboterarm für verschiedenste Aufgaben innerhalb der Automatisierung geeignet sein:

  • Transport von Bauteilen, z.B. innerhalb der Produktion
  • Be- und Entladen von Maschinen
  • Palettieren von Werkstücken oder Produkten in der Produktion oder Laborautomation
  • Positionieren von Prüfmitteln oder Sensoren z.B. im Rahmen der Endprüfung einer Produktion
  • Übernahme von einfachen Montagevorgängen
  • Test- oder Inspektionsaufgaben im Bereich der Laborautomation
  • Wechselnde Handhabungsaufgaben mit kleinen und mittleren Losgrößen

Mobiler Roboterarm Biorob: Einfach in den Koffer gepackt und aufgestellt wo man ihn braucht.
Mobiler Roboterarm Biorob: Einfach in den Koffer gepackt und aufgestellt wo man ihn braucht.
(Bild: Bionics)

(br)

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