Gehäuse Rittal erweitert sein Bediengehäuse-Programm

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Als Gesicht von Maschinen und Anlagen müssen Bediengehäuse durch ansprechendes Design ins Auge fallen. Doch nicht nur das: Ebenso zählen hohe Ergonomie und Montageeffizienz. Wie das funktioniert, zeigt Rittal mit einer Neuentwicklung seines Bediengehäuse-Programms aus Stahlblech.

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Formschön: Mit seinem neuen Bediengehäuse bietet Rittal eine Systemplattform mit insgesamt neun Standardabmessungen.
Formschön: Mit seinem neuen Bediengehäuse bietet Rittal eine Systemplattform mit insgesamt neun Standardabmessungen.
(Bild: Rittal)

Mit der Entwicklung seines neuen Bediengehäuses hat Rittal eigenen Angaben zufolge Kundenanwendungen im kostensensiblen Maschinenmarkt-Segment im Blick. Bislang hatte das Unternehmen drei Bediengehäuse aus Stahlblech im Angebot – mit deutlichen Unterschieden im Design und der Montagetechnik.

Jetzt bietet Rittal eine einheitliche Systemplattform mit insgesamt neun Standardabmessungen, einheitlichem Systemzubehör und einem modernen Design, angepasst an das übrige Produktportfolio für die Schnittstelle Mensch-Maschine.

Einfacher Servicezugang

Um einen einfachen Servicezugang von vorne oder hinten zu gewährleisten, lässt sich die Bedienseite des Gehäuses entweder an der scharnierten Tür oder an der festen Rückwand anbringen. Der Gehäusekorpus basiert auf der Systemplattform der AE-Serie mit standardmäßiger Pulverbeschichtung in RAL 7035 und steht in den Maßen von 300 × 200 × 155 bis 600 mm × 600 mm × 210 mm (BHT) zur Verfügung.

Ausgelegt auf Montageeffizienz

Sämtliche Konstruktionsdetails sind auf hohe Montageeffizienz ausgelegt. So lässt sich eine zusätzliche Aluminium-Frontplatte auf Tür oder Rückwand – zur komfortablen Bearbeitung der Bedienseite mit Bohrungen und Ausbrüchen für TFTs, Anzeigegeräte oder Panel-PCs – schnell und einfach montieren. Waren bislang für den Innenausbau unterschiedlichste Befestigungssysteme im Einsatz, können Anlagenbauer jetzt auf ein einziges Zubehör-Baukastensystem zurückgreifen. Damit lassen sich die Ausbaumöglichkeiten deutlich erhöhen sowie die Montage und Lagerbevorratung effizienter gestalten. Das kompatible TS 8 Zubehör-System meistert die unterschiedlichsten Anforderungen im Innenausbau. So lassen sich Montagestege und Systemchassis über Profilschienen mit TS-8-Lochraster an den inneren Seitenwänden flexibel einbauen.

Montage am Tragarmsystem

Zum weiteren Aufbau der Schnittstelle Mensch-Maschine kann das Bediengehäuse passend zur jeweiligen Anwendung an ein Tragarmsystem aus dem neuen Tragarm-Systembaukasten CP 60/120/180 von Rittal einfach montiert werden. Durch außermittige Montage lässt sich das Gehäuse auch an unterschiedlichen Positionen bei Maschinen und Anlagen wie etwa in Nischen flexibel anbringen. Unterstützung bei der Montage bieten vorbereitete Vorstanzungen in Verstärkungsplatten, die der Kunde durch einfaches Aufbohren nutzen kann.

Im Tragarmsystem-Design

Durch eine intelligente Arretierungshilfe, bei der sich das Bediengehäuse über eine Schraube an einem Tragarm vorab fixieren lässt, ist sogar eine Ein-Mann-Montage möglich. Dies gilt ebenso für die Montage an Standsystemen, die jetzt auch im neuen Tragarmsystem-Design erhältlich sind.

Das neue Bediengehäuse hat abgerundete Ecken zum Schutz vor Verletzungen und zeichnet sich durch formschönes Design an der Bedienseite aus. Dazu wurden die beiden vertikalen, an den Seiten angebrachten Griffleisten dem Design des neuen Tragarmsystems CP 60/120/180 und somit den Lösungen von Rittal an der Schnittstelle Mensch-Maschine angepasst. (mz)

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