Messgeräte RFID-Druckaufnehmer für die Hydraulik

Redakteur: Jan Vollmuth

Mit den Druckaufnehmern der Baureihe PT-RF präsentiert Stauff eine eigenentwickelte, zum Patent angemeldete Neuheit auf dem Gebiet der universellen Druckmesstechnik für fluidtechnische Anwendungen.

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Anschlussadapter ermöglichen die Nachrüstung der Druckaufnehmer PT-RF auf anlagenseitig bereits vorhandenen Messkupplungen.
Anschlussadapter ermöglichen die Nachrüstung der Druckaufnehmer PT-RF auf anlagenseitig bereits vorhandenen Messkupplungen.
(Bild: Stauff)

Davon profitieren neben Anlagenbetreibern, Instandhalter und Wartungsfachkräften auch Maschinenbauer in der Erstausrüstung: Dank der Verwendung der neuartigen Druckaufnehmer anstelle herkömmlicher Messgeräte lässt sich die Ermittlung von Druckwerten deutlich vereinfachen und beschleunigen – ohne jegliche Gefahr der Schmutzeinbringung ins Hydrauliksystem.

Berührungslos messen

Das Funktionsprinzip der Druckaufnehmer basiert auf der unter der Kurzform RFID (Radio-Frequency Identification) bekannten Kommunikationstechnologie. Die im Rahmen einer Messung erforderliche Energie wird dabei über die Antenne des zugehörigen Lese- und Anzeigegeräts berührungslos an den Druckaufnehmer übertragen, so dass dieser ohne interne oder externe Stromversorgung (zum Beispiel in Form einer Batterie) sowie ohne externe Verkabelung auskommt.

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Neben dem eigentlichen Druckwert werden standardmäßig auch die Medientemperatur, Datum und Uhrzeit der Messung sowie die eindeutige Seriennummer des Druckaufnehmers übermittelt. Die im Lieferumfang enthaltene Software ermöglicht die nachträgliche Auswertung und Weiterverarbeitung der zuvor über die USB-Schnittstelle übertragenen Messergebnisse am PC oder Notebook.

Die Druckaufnehmer sind in fünf verschiedenen Varianten erhältlich und decken je nach Anforderung die in der Hydraulik üblichen Messbereiche zwischen 0 bar bis 16 bar und 0 bar bis 600 bar (relativ). Temperaturwerte können von -40 °C bis 85 °C angegeben werden.

Anschlussseitig sind die Druckaufnehmer wahlweise mit Einschraubgewinden 1/4 Zoll BSPP (mit Profildichtringen) oder 1/4 Zoll NPT ausgestattet. Für die temporäre oder dauerhafte Nutzung bereits vorhandener Messkupplungen sind entsprechende Anschlussstücke erhältlich.

Messen innerhalb von Sekunden

Die Vorteile, die sich für Anlagenbetreiber, Instandhalter und Wartungsfachkräfte durch die Nutzung der neuen Technologie ergeben, liegen auf der Hand: Messungen können denkbar einfach, ohne aufwändige Schulung und binnen weniger Sekunden mit nur einem Knopfdruck durchgeführt und prozesssicher dokumentiert werden. Dabei entfällt das Auf- und Abschrauben von Manometern oder anderen Mess- und Anzeigegeräten, das einer temporären Öffnung des Systems gleichkommt. Potentielle Gefahren für Mensch, Maschine und Umwelt, wie sie zum Beispiel durch austretendes Restöl im Messschlauch oder Leckagen an der Messstelle auftreten können, können ebenso wie Schmutzeintrag ins System (z.B. in staubbelasteten Umgebungen) faktisch ausgeschlossen werden.

In der Erstausrüstung profitieren auch Maschinen- und Anlagenbauer von der Neuentwicklung: Werden die Druckaufnehmer bereits werkseitig verbaut, bietet sich die Chance, sich durch den Einsatz innovativer Technologie von alternativen Anbietern abzuheben, den Anwendern konkrete Vorteile bei der Wartung und vorbeugenden Instandhaltung zu eröffnen und so die Werthaltigkeit der eigenen Geräte nachhaltig zu steigern. (jv)

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