Cybersecurity Ransomware in der Fertigung verursacht Milliardenschaden

Quelle: Pressemitteilung Kaspersky 2 min Lesedauer

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Laut einer aktuellen Studie hätten zwischen Januar und September 2025 Ransomware-Attacken auf Fertigungsunternehmen in Europa potenzielle Lohnkosten durch Produktionsstillstand von rund 3,8 Milliarden Euro verursacht.

Laut einer aktuellen Studie hätten zwischen Januar und September 2025 Ransomware-Attacken auf Fertigungsunternehmen allein in Europa potenzielle Lohnkosten durch Produktionsstillstand von rund 3,8 Milliarden Euro verursacht.(Bild: ©  DC Studio - stock.adobe.com)
Laut einer aktuellen Studie hätten zwischen Januar und September 2025 Ransomware-Attacken auf Fertigungsunternehmen allein in Europa potenzielle Lohnkosten durch Produktionsstillstand von rund 3,8 Milliarden Euro verursacht.
(Bild: © DC Studio - stock.adobe.com)

Cyberkriminelle nehmen mittels Ransomware die Fertigungsindustrie ins Visier. Laut der vom Kaspersky Security Network und dem Marktforschungsunternehmen VDC Research wurde im Zeitraum von Januar bis September 2025 in knapp 4 Prozent der Fertigungsunternehmen in Europa Ransomware erkannt. Im weltweiten Vergleich ist Europa damit am wenigsten von Ransomware betroffen: in Fertigungsunternehmen im Nahen Osten (7 Prozent), in Lateinamerika (6,5 Prozent), APAC (6 Prozent), Afrika (6 Prozent) und den GUS-Staaten (5 Prozent) war der Anteil deutlich geringer.

Angriffe dauern im Schnitt 13 Tage an

Ist ein Ransomware-Angriff erfolgreich, stehen Linien still. Kaspersky-Analysen zufolge dauern solche Angriffe durchschnittlich 13 Tage an; was zu Umsatzverlusten durch Belegschaften, die ihrer eigentlichen Tätigkeit nicht nachgehen können, und mittel- bis langfristige Einbußen durch geringere Ausbringung führt; tatsächliche Geschäftsverluste liegen erfahrungsgemäß deutlich höher.

Für den Fall, dass diese Attacken erfolgreich gewesen wären, ergäben sich aus den Berechnungen von Kaspersky und VDC Research für die ersten drei Quartale 2025 folgende potenzielle Lohnkosten in Folge der Ransomware:

  • Europa: 3,8 Milliarden Euro (4,4 Milliarden US-Dollar)
  • APAC: 9,9 Milliarden Euro (11,5 Milliarden US-Dollar)
  • Lateinamerika: 613 Millionen Euro (711 Millionen US-Dollar)
  • Naher Osten: 591 Millionen Euro (685 Millionen US-Dollar)
  • GUS: 437 Millionen Euro (507 Millionen US-Dollar)
  • Afrika: 385 Millionen Euro (446 Millionen US-Dollar)

Daneben steigen Wiederanlauf-, Wiederherstellungs- und Kommunikationsaufwände entlang der Lieferkette; auch Reputationsschäden schlagen zu Buche.

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„Unsere Analyse beziffert, welche finanziellen Auswirkungen Ransomware weltweit auf die Fertigung haben kann“, sagt Jared Weiner, Research Director, Industrial Automation & Sensors bei VDC Research. „Die zunehmende Komplexität industrieller Umgebungen, wachsende Qualifikationslücken und anhaltende Personalengpässe erschweren ein wirksames Sicherheitsmanagement. Wer hier nicht konsequent handelt, riskiert sowohl erhebliche finanzielle Verluste als auch Imageschäden. Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Cybersicherheitsanbietern ist entscheidend, um IT, OT und IIoT effektiv zu schützen.“

Zuverlässige und bewährte Schutzvorrichtungen erforderlich

„Keine Region ist vor Ransomware gefeit, jeder Fertigungsstandort steht permanent im Fokus“, erklärt Dmitry Galov, Sicherheitsforscher im Global Research & Analysis Team (GreAT) von Kaspersky. „Auch mittelgroße Hersteller, die von Angreifern in der Vergangenheit möglicherweise übersehen wurden, gehören zu den Zielen, da ihre Sicherheitsbudgets geringer sind und die Auswirkungen von Lieferkettenunterbrechungen gravierender sein können. Der Produktionssektor und alle anderen Organisationen benötigen daher zuverlässige, bewährte Schutzlösungen und kontinuierliche Trainings für ihre Mitarbeiter.“

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