Laserschweißen Push-Push Technologie vereint Drahtlauf, Prozessmonitoring und Steuerung

Redakteur: Brigitte Michel

Das Laser-Schweißen und -Löten ermöglicht maximale Fertigungssicherheit für anspruchsvolle Prozesse. Dabei bietet der Einsatz von Zusatzdraht entscheidende technologische Vorteile: optimale Werkstofflegierung, Vermeiden von Heißrissen beim Aluminiumschweißen, reduzierte Temperaturen beim Löten sowie hohe Prozessgeschwindigkeit sprechen für dieses Verfahren.

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Dinse Frontantrieb DIX FD 100 LS / LS-WB.
Dinse Frontantrieb DIX FD 100 LS / LS-WB.
(Bild: Dinse)

Ein besonderer Fokus wird bei Dinse auf die Weiterentwicklung von Drahtförderung und -monitoring gelegt. Bei den Laser Systemen kommt die Push-Push Technologie mit zwei regelungstechnisch komplett entkoppelten Antriebseinheiten zum Einsatz. Dem drehzahlgeregelten Antrieb obliegt die Prozessverantwortung, der momentgeregelte Antrieb limitiert die Vorschubkraft. So ist, unabhängig von Torsion, Länge und Biegung der Garnitur ein konstanter Drahtlauf gesichert.

Ein neu entwickeltes Antriebssystem mit vier Rollen ermöglicht eine präzisierte Förderung und Positionierung des Drahtes durch idealisierte Kraftübertragung. Dadurch wird der Drahtlauf optimiert, Drahteinbruch und Schlupf werden vermieden. Ein prozessnah hinter dem Antrieb montierter digitaler Sensor überwacht den Drahtlauf und erfasst Daten für ein umfassendes Prozessmonitoring. Beim Monitoring werden automatisch die sensorgestützte hochpräzise Drahtpositionierung und -förderung mit Wegstreckenmessung und die Einstellung der exakten Menge des Zusatzwerkstoffs dokumentiert. Als zusätzliche Komponente wurde eine Drahtbremse integriert. Sie garantiert einen konstanten Stick-out des Zusatzwerkstoffes beim Messprozess und bei Bewegungen, die der Roboter fährt. Dies ist die Voraussetzung für eine präzise Detektion der Schweißnaht.

Beim neuen Drahtvorschub-System sind Antrieb, Sensor und Drahtbremse in einem Gehäuse zusammen gefasst. Dies macht die Antriebseinheit kleiner, leichter und kompakter. Eine genauere Abstimmung der Einheiten untereinander wird ermöglicht. Abgerundet wird das System durch eine um viele Funktionalitäten erweiterte Steuerung. Ein integriertes Touchscreen Display mit intuitiver Menüführung visualisiert unter anderem eingestellte Parameter und Jobs, sensorikgesteuerte Überwachungseinheiten, Sprachauswahl und Fehlerprotokolle sowie Warnmeldungen. Daten können auf einer SD-Karte gesichert werden. Das aus diesen Komponenten bestehende System stellt eine exakte und kontrollierte Zufuhr des Zusatzwerkstoffes und damit die hohe Qualität und Reproduzierbarkeit des Schweißergebnisses sicher. (bm)

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