Reihenklemme Push-in-Reihenklemmen sparen Platz und Zeit beim Aufzugsbau

Weil für die Elektrotechnik immer weniger Raum bleibt, setzt der Aufzughersteller Osma auf die kompakten Push-in-Reihenklemmen von Phoenix Contact.

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Design-Hotel Nhow in Berlin - damit Individualität im Aufzugsbau zum Standard werden kann, nutzt der Aufzugshersteller Osma Reihenklemmen mit Push-in-Technik von Phoenix Contact.
Design-Hotel Nhow in Berlin - damit Individualität im Aufzugsbau zum Standard werden kann, nutzt der Aufzugshersteller Osma Reihenklemmen mit Push-in-Technik von Phoenix Contact.
(Bild: A. Schenk)

Sicherheit und Komfort steht beim Aufzugsbau nach wie vor an erster Stelle, doch Design-Aspekte und individuelle Kundenwünsche werden immer wichtiger. Aus Kostengründen wird dabei um jeden Millimeter Bauraum hart gerungen. Schon bei der Anlagenplanung muss der Aufzugsbauer flexibel agieren – auch weil sich Normen und Sicherheitsstandards häufig ändern. Daher müssen sich auch Reihenklemmen schnell und einfach anschließen und ohne Werkzeug direkt stecken lassen.

So funktioniert es in den Aufzugsanlagen von Osma, einem der größten deutschen mittelständischen Aufzughersteller. Für seine Aufzüge im Berliner Design-Hotel Nhow erhielt das Unternehmen den begehrten Red-Dot-Design-Award. Mit vordefinierten Aufzugsprogrammen bietet Osma viel Gestaltungsmöglichkeiten. Reichen diese nicht aus, wird komplett kundenindividuell konstruiert, gefertigt und montiert.

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Hohe Anforderungen an Elektrotechnik

Der Wunsch nach individuellen Lösungen stellt auch hohe Anforderungen an die Elektrotechnik. Mit einer Fertigungstiefe von über 90 % entstehen im zentralen Steuerungsbau mehr als 1000 Aufzugssteuerungen im Jahr. „Aufzüge werden heute in der Regel ohne zusätzlichen Maschinenraum geplant“, erläutert Ulrich Kattmann, Mitarbeiter der Elektrokonstruktion bei Osma. „Für die Steuerung benötigen wir jeden freien zur Verfügung stehenden Platz für die Komponenten – dabei nutzen wir die 3,5 mm breiten Push-in-Reihenklemmen von Phoenix Contact.“

Um die spätere Verdrahtung auf der Baustelle zu vereinfachen, wurden die Klemmenleisten für den Anschluss der Steuerung neu konzipiert. Die Reihenfolge der Anschlussklemmen orientiert sich jetzt an den einzelnen Adern der Kabel, die vom Aufzugsschacht und der Kabine zur Steuerung geführt werden.

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Die Geburtsstunde der Reihenklemme in Push-in-Technik

Die FK 1,5 kam bereits 1978 auf den Markt.
Die FK 1,5 kam bereits 1978 auf den Markt.
( Bild: Phoenix Contact )

Phoenix Contact entwickelt und produziert seit Jahrzehnten Produkte mit Federanschlusstechnik. So entstanden bereits 1978 die ersten Reihenklemmen mit einem direkt steckbaren Federanschluss und orangefarbenem Betätigungsdrücker. Konstruiert wurde die FK 1,5 mit dem Ziel, dem Installateur einen einfachen und sicheren Leiteranschluss zu ermöglichen. Dies war die Geburtsstunde der Reihenklemme in Push-in-Technik. Auch Osma hat schon früh diese Klemme eingesetzt – und nutzt seitdem die Vorzüge der Push-in-Technik.

Modularer Steuerungsaufbau

Der zusätzliche Platzbedarf für die Elektrotechnik, den die Neustrukturierung erfordert hätte, ließ sich durch die kompakte Bauform der Vierleiter-Push-in-Klemme vom Typ PT 1,5/S Quattro mit 3,5 mm Baubreite kompensieren. Das Programm des Reihenklemmen-Systems Clipline complete umfasst neben den Mehrleiter-, Doppelstock-, Dreistock- und Messertrennklemmen auch Sensor- und Aktorklemmen mit einfacher Potenzialverteilung und Einspeisung.

Osma nutzt die steckbaren Varianten der schmalen Klemmenbaureihe für den modularen Steuerungsaufbau. Das Bedientableau für den Wartungsbetrieb wird vorgefertigt und über die steckbaren Klemmen mit der Aufzugssteuerung verbunden. Für die Potenzialverteilung nach der 24-V-Stromversorgung kommen die Potenzialverteiler vom Typ PTRV aus dem Reihenklemmen-Programm zum Einsatz. In einer Baubreite von 8,3 mm lassen sich auf vier Etagen 16 – und auf acht Etagen 32 – Leiter mit einem Querschnitt von 1,5 mm² anschließen. Varianten mit 6 mm² Einspeisung und Brückungsmöglichkeit ergänzen das Programm.

„Ein weiterer Vorteil der Push-in-Reihenklemmen ist der Leiteranschluss ohne Spezialwerkzeug“, sagt Kattmann. „Davon profitieren wir in der Werkstatt, aber auch beim Anlagenaufbau auf der Baustelle.“ Denn die elektrische Verdrahtung der Aufzugssteuerung erfolgt mit vorkonfektionierten Leitern mit Aderendhülse. Auf diese Weise vorbehandelte Leiter – auch Querschnitte bis runter auf 0,25 mm² – lassen sich mit bis zu 50 % geringeren Einsteckkräften einfach und werkzeuglos in die Klemme einführen. „So sparen wir viel Zeit bei der Verdrahtung und gewinnen an Flexibilität“, resümiert Kattmann.

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