Suchen

Pumpe

Pumpensysteme bereit für Industrie 4.0

| Redakteur: Lilli Bähr

Grundfos hat das Konzept der I-Solutions entwickelt, in dem alle Komponenten eines Pumpsystems sowie die spezifische Software aufeinander abgestimmt sind. Funktechnik bzw. Ethernet-Bus sollen die Pumpensysteme Industrie-4.0-bereit machen. Auf der Achema 2018 präsentiert das Unternehmen einige seiner Entwicklungen.

Firmen zum Thema

Grundfos stimmt Pumpenhydraulik, Antriebstechnik, Sensoren, MSR-Technik sowie spezifische Software aufeinander ab. Funktechnik bzw. Ethernet-Bus sollen die Pumpensysteme Industrie 4.0-bereit machen.
Grundfos stimmt Pumpenhydraulik, Antriebstechnik, Sensoren, MSR-Technik sowie spezifische Software aufeinander ab. Funktechnik bzw. Ethernet-Bus sollen die Pumpensysteme Industrie 4.0-bereit machen.
(Bild: Grundfos)

Cyber-physische Pumpensysteme sollen den Arbeitsalltag des Betreibers vereinfachen– beispielsweise durch das selbständige Anpassen an Förderbedarfe und die Möglichkeiten zur Fehlerfrüherkennung – und sie können durch bisher nicht denkbare Services neue Chancen der Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Kunde eröffnen. Beispielsweise sind das cloudbasierte Lösungen zur Optimierung der Produktion, also Hinweise zu einer günstigeren Betriebsweise bzw. das Eliminieren einer falschen Betriebsweise.

Alles aufeinander abgestimmt

Grundfos hat das Konzept der I-Solutions entwickelt: Pumpenhydraulik, Antriebstechnik, Sensoren, MSR-Technik sowie spezifische Software sind laut Unternehmen aufeinander abgestimmt. Funktechnik bzw. Ethernet-Bus sollen die Pumpensysteme Industrie 4.0-bereit machen. Auf diese Weise können smarte Pumpen spezifische Funktionalitäten ausführen, optional auch andere Prozessparameter über zusätzliche freie Schnittstellen mit überwachen.

Bildergalerie

Smarte Apps und Cloud-Plattformen bieten laut Unternehmen attraktive Add-ons. Beispielsweise bietet der Service mit der App Grundfos Go viele Möglichkeiten, den unternehmenseigenen MGE-Motor zu parametrieren oder auszulesen. Go bietet den Zugriff auf alle Betriebsdaten, Parameter und Meldungen der Pumpe. Einstellungen lassen sich laut Unternehmen über die grafische Anzeige, per 'Klonen' und für ganze Gruppen von Pumpen vornehmen.

Digitale Lösungen brauchen ausgereifte Hardware

Aufgabenbezogen hat laut Unternehmen die Hardware höchste Priorität – eine Prozesspumpe für die Chemie muss andere Anforderungen erfüllen als eine Pharma- oder Food-Pumpe. Und es macht einen Unterschied, ob die Pumpe einem wechselnden Teillastbetrieb genügen muss oder permanent unter Volllast arbeitet.

Gefragt sind deshalb laut Unternehmen modulare Anlagen, die aus Plug-and-Play-Komponenten nach Bedarf auf unterschiedliche Prozesse, Produktionsvolumina oder Standorte angepasst werden können. Robuste Technologien, die Schwankungen in der Produktionsmenge beispielsweise abhängig vom Energieangebot ermöglichen, automatisierte Prozesssteuerungen, die eigenständig anhand von Echtzeitmessungen die Verfahren optimieren.

Das bedeutet mit Blick auf die hier arbeitende Industriepumpe: Sie sollte möglichst unterschiedliche Fördervolumina und Förderdrücke abdecken. Und sie braucht Augen und Ohren, sprich: Geeignete Industriesensoren, um die für den Produktionsprozess relevanten Parameter erfassen und verarbeiten zu können.

Auf der Achema wird Grundfos dazu u.a. diese Entwicklungen präsentieren:

Hochdruckkreiselpumpe CR

Das Unternehmen hat sein Angebot an Hochdruckkreiselpumpen der Baureihe CR überarbeitet und nach oben erweitert: Die schon bisher verfügbaren Ausführungen CR 90, CR 120 und CR 150 sollen nun effizienter sein; sie sind nun für einen Nenndruck von PN 40 ausgelegt (zuvor: PN 30) und sollen größere Förderhöhen erreichen. Das modulare Design macht laut Unternehmen ein weitergehendes Customizing möglich (was der Kunde nicht benötigt, entfällt - das reduziert die Komplexität).

Die neu entwickelten Ausführungen bieten laut Hersteller einen maximalen Volumenstrom bis 240 m³/h. Bei einem Nenndruck von PN 40 fördern sie Fluide mit einer Temperatur zwischen -20°C bis 120°C.

Robuste Filterpumpe MTD

Eine qualitativ hochwertige Filtration ist in vielen Produktionsprozessen unverzichtbar. Neu im Programm des Herstellers ist die Baureihe MTD: Eine mehrstufige Eintauchpumpe, ausgestattet mit halboffenen Laufrädern. Damit fördert die aus robustem Gusseisen gefertigte Pumpe abrasive Feststoffe bis zu einer Größe von 25 mm.

Digitale Lösungen über Cloud-Anbindung

Basis für alle digitalen Angebote des Unternehmens ist eine Cloud-Plattform mit Funktionen wie z.B. Datenspeicherung, Datenexport, Alarmmanagement, Alarmweiterleitung, Verwaltung von Zugriffsrechten, Dokumentenmanagement und Datenanalysator.

Achema 2018: Halle 8, Stand C94

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45295488)