Linearmotor-Achse PROFINET steuert kompakte Linearmotor-Achsen von Jenny Science

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Endlich wird es möglich mit einer SIMATIC oder SIMOTION auch sehr kompakte Linearmotor-Achsen zu positionieren oder interpoliert im Raum zu verfahren. Die Schweizer Jenny Science, bekannt für die kompakten leichten LINAX Linearmotor-Achsen, bietet neu auf dem XENAX Ethernet Servocontroller die Anbindung an PROFINET mit dem PROFIdrive Antriebsprofil.

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PROFINET interpoliert kompaktes 3 Achsen-Handling.
PROFINET interpoliert kompaktes 3 Achsen-Handling.
(Bild: Jenny Sience)

Viele der Jenny Sience Kunden haben die bekannten Simatic oder Simotion Steuerungen im Maschinenbau und in der Automatisierung im Einsatz. Gleichzeitig nutzen sie die kompakten Linax Linearmotor-Achsen mit minimalem Platzbedarf und wenig Gewicht. Damit bauen Sie Ihre Automaten leichter platzsparender und effizienter. Mit der neu verfügbaren, direkten Anbindung über Profinet® können diese Vorteile viel einfacher und mit verkürzter Entwicklungszeit genutzt werden.

Die Maschinenprogrammierer Arbeiten in ihrer gewohnten Entwicklungsumgebung und benötigen kein Spezialwissen in der Antriebstechnik.

Simatic Positionierung mit STEP7 und Simatic Manager

Mit dem Elektronischen Datenblatt (GSD Datei) wird der Xenax Servocontroller einfach in die „STEP 7 HW-Konfig“ eingebunden. Die Kommunikation läuft über das Antriebsprofil Profidrive mit Applikationsklasse 3, MDI, Telegramm 9. Für die Positionierung werden die 3 Parameter Beschleunigung, Geschwindigkeit und Position vorgegeben.

Die Trajektorienberechnung erfolgt im Xenax Ethernet Servocontroller. Dabei kann auch die ruckfreie Bewegung mit S-Kurve als Geschwindigkeitsprofil genutzt werden. Im Vergleich zum Trapezprofil ergeben sich keine „undenklichen“ Beschleunigungswerte mit den unerwünschten Stromspitzen.

Die Achsen laufen ruck frei über die Wendepunkte. Die gekoppelte Mechanik wird entlastet, läuft ruhiger und dies erhöht die Lebensdauer. Dank „verrundetem“ Einlauf in die Zielposition wird das „potentielle Überschwingen“ präventiv behandelt.

Simotion Interpolation mit STEP7 und Scout

Die Soll-Positionswerte sämtlicher eingebundener Achsen werden zyklisch (typisch 1ms) und taktsynchron (IRT) dem Xenax Ethernet Servocontroller übertragen. Folglich werden in der Simotion die Trajektorien für alle Achsen berechnet und taktsynchron ausgegeben. In diesem Fall läuft die Echtzeit-Kommunikation über das Antriebsprofil Profidrive mit Applikationsklasse 4 mit DSC (Dynamic Servo Control) und Telegramm 5.

Durch die Unterstützung von Profinet IRT (taktsynchrone Übertragung) können alle Technologie Objekte eines Siemens Simotion Controllers genutzt werden.

Damit können einfach Ein- und Mehrachsenanwendungen z.B. Synchronbetrieb, Elektronisches Getriebe, Kurvengleichlauf oder Bahninterpolation über mehrere Achsen realisiert werden. Gleichzeitig verhält sich der Xenax Servocontroller gleich wie eine Sinamics Motorsteuerung. Die Programmierfunktionen sind identisch. Der Siemens Programmierer arbeitet in der gleichen Umgebung mit den bekannten Funktionen. (hö)

Jenny Sience stellen aus auf der Motek (3/3337-1) und SPS/IPC/DRIVES (3/3-203)

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