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Arbeitsgesundheit Persönlich einstellbare Mensch-Maschine-Schnittstellen

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen ist Voraussetzung dafür, dass Mitarbeiter voll leistungsfähig sein können und keine Gesundheitsschäden davon tragen. Erstaunlich, dass erst jetzt erkannt wird, wie hoch die Vorteile einer überschaubaren Investition in Ergonomie sein können.

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Mit einem vertikalen Schwenkwinkel von +/- 40° und stufenlos einstellbarer Hubbegrenzung (bis auf +/- 0°) ist ein optimale Vertikalbewegung realisiert.
Mit einem vertikalen Schwenkwinkel von +/- 40° und stufenlos einstellbarer Hubbegrenzung (bis auf +/- 0°) ist ein optimale Vertikalbewegung realisiert.
(Bild: Haseke)

Lange vor dem Beginn der CAD - Epoche erleichterten bereits bewegliche Zeichenbretter Konstrukteuren und technischen Zeichnern deren Tätigkeit erheblich. Das Arbeitsgerät wurde an die Physiologie der Menschen angepasst, indem es sich in die jeweils körperfreundlichste Position manövrieren ließ. Der Ruf nach anpassungsfähigen Arbeitsplätzen für jede Arbeitssituation und für jeden Bediener erstreckte sich rasch auf alle Industriebereiche. Eine individuelle Einrichtung für die bevorzugte Haltung und die persönliche Arbeitsweise sollte schnell und leichtgängig möglich sein. Die Möbelindustrie lieferte höhenverstellbare Büro-stühle und die Automotive-Industrie perfektionierte den Fahrkomfort durch vielfältig justierbare Sitze und Lenkrad-Positionen.

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Aber während heute selbst in Küchen eine Wahlfreiheit für die Arbeitsplattenhöhe gegeben ist, haben noch längst nicht alle industriellen Sektoren gesundheits- und leistungserhaltende Arbeitspositionen für ihre Arbeitnehmer sichergestellt. Ausgerechnet in der Fertigungsindustrie sind punktuell noch Defizite zu beobachten. Der Blick in große Fabrikhallen und Fertigungsstraßen zeigt, dass allzu oft Mitarbeiter unterschiedlichster Körpergrößen vor starr angebrachten Bedienerpanels stehen und ihre Körperhaltung nach der unflexiblen Position ihrer Interfaces ausrichten müssen.

Mitunter behindern immobile Mensch-Maschine–Schnittstellen sogar die Bewegungen des Operators oder schränken seine Sicht ein, weil sie ihm „im Wege stehen“. Da es keinen Norm-Arbeitnehmer mit wohldefinierter Körperhöhe gibt, sind die Konstrukteure aus dem Maschinenbau immer wieder mit der gleichen Frage konfrontiert:

Welches ist die wirklich ideale Panel-Position? Die beste Lösung für dieses Problem ist im wahrsten Sinne des Wortes ein bewegliches Ziel.

Bei Haseke erkannte man schon früh, dass unbewegliche Interfaces, die Operatoren in eine bestimmte Haltung zwingen, negative Folgen haben, denn eine erzwungene, unnatürliche Bediener-Position ist nicht nur gesundheitsschädlich, sondern wirkt sich auch leistungsmindernd aus. Hier schuf man neue Flexibilität. Mit seinen Tragarm-Systemen eröffnete Haseke die Möglichkeit einer variablen Positionierung von Bedienerschnittstellen. Kontroll- und Steuerpanels, können damit hängend und schwebend angebracht, mit minimalem Kraftaufwand bewegt und in eine neue Zielposition gefahren werden. Das Unternehmen liefert hierzu Tragarme für horizontales und vertikales Schwenken der Mensch-Maschine-Schnittstellen. Einzigartig am Angebot von Haseke ist unter anderem, dass verschiedene Tragarm Baureihen über ein Baukastensystem miteinander verknüpfbar sind. Diese Vervielfachung der Freiheitsgrade können andere, im Markt befindliche Systeme, nicht bieten.

Zu den Vorzügen der Tragarm-Produktreihe gehören ausgereifte Federtechnologie, große vertikale Schwenkbereiche, innenliegende, leicht zugängliche Kabelführungen, die sowohl die Montage als auch Servicemaßnahmen deutlich erleichtern, sowie Arretierungen auf Knopfdruck. Die „Heben, Senken, Schwenken“-Experten aus Ostwestfalen feierten mit diesem Portfolio von Anbeginn an große Markterfolge. Gerade Unternehmen, die Maschinen global vertreiben, profitieren besonders von solchen Lösungen, da nun keine zielmarktspezifischen Adaptionen mehr nötig sind. Maschinen für den asiatischen Markt, in dem die typischen Körperhöhen der Bediener im Durchschnitt deutlich geringer sind als zum Beispiel in Skandinavien oder Nordamerika, müssen nicht anders konfektioniert werden, als solche, die in die Niederlande oder nach Kanada verkauft werden: „One size fits all“ gilt ab sofort auch für die Panelposition. Und bei der Maschineneinrichtung vor Ort können Steuergehäuse, Flachbildschirm-Bedienfelder, Kontrollmonitore und sämtliche anderen Panel-Varianten für jeden Mitarbeiter ideal platziert werden. Ohne unnötigen High-Tech-Aufwand und ohne komplexe Steuerung ist diese Lösung zudem noch sehr kostengünstig.

Variabel und benutzerfreundlich

Die Vielfalt der HMA Produktreihe umfasst, je nach Modell, Gewichtsbereiche von 1 kg bis 150 kg. Die modellspezifischen Auslegerlängen reichen bis 1240 mm, wobei flexible Erweiterungsmöglichkeiten oftmals durch die Kombinationen mit den Tragarmsystemen HMA HLT oder HMA KSE erschlossen werden. Ein konkretes Beispiel für die funktionale Reichhaltigkeit der Lift-Produkte kann Hasekes HMA Lift 25 geben: Durch Nutzung des Baukastensystems sind unterschiedliche Systemlängen – zwischen 500 mm und 950 mm – verfügbar. Mit einem vertikalen Schwenkwinkel von ± 40° und stufenlos einstellbarer Hubbegrenzung (bis auf ± 0°), die auf Knopfdruck arretiert werden kann, ist ein Optimum hinsichtlich der Vertikalbewegung realisiert. Sieben unterschiedlichen Gewichtsbereiche von bis zu 31 kg, die durch Variation des Federdrucks ausgewählt werden können, erschließen dem HMA Lift 25 ein breites Anwendungsspektrum. Auch hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit entpuppt sich dieses System als Leckerbissen: Die innenliegende Kabelführung mit sehr mächtigem Kabelvolumen (Ø 40 mm) verfügt über besonders große Kabelöffnungen, so dass sich komplette Kabel mit ihren angegossenen Steckern problemlos einziehen oder ersetzen lassen. Selbst Kabel mit DVI-Steckern können im Handumdrehen ausgetauscht werden.

Zur praxisorientierten Benutzerfreundlichkeit gehören auch die von außen in 30° Schritten versetzbare Drehbereichsbegrenzung des horizontalen Schwenkwinkels und die Ermöglichung verschiedener Anbindungspunkte für das Bedienpult, das am oberen oder am unteren Ende einer Maschine, hängend oder stehend montiert werden kann. Die minimalen Verstellkräfte, die bei einer Neuausrichtung nötig sind, begeistern selbst Bediener mit feinmotorischen Anforderungsprofilen. Für Anwendungen, in denen eine Arretierung in der vertikalen Bewegung erwünscht ist, gibt es für das ansonsten frei schwebende System eine blockierbare Feder.

Mit Erstaunen erkennen Hasekes Vertriebsteams, dass sich die Flexibilisierung der Panelpositionen längst nicht überall herumgesprochen hat. Dabei bilden die Komponenten- und Zubehörvielfalt und das Leistungsspektrum der Tragarm-Systeme die Marktvielfalt der verschiedenen Panels-Arten in aller Breite ab: Vom mächtigen Steuergehäuse bis zum einfachen Flachbildschirm.

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